Teil der Dauerausstellung sind weiterhin die "Lesemappen". Zu jeder Persontafel und damit zu jedem in der Ausstellung porträtierten NS-Opfer gibt es eine Lesemappe. Auch diese hat der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Joachim Hennig erarbeitet.

Die Lesemappen sind alle gleich aufgebaut, aber in sich ganz unterschiedlich - vom Umfang und auch vom Inhalt her. Sie beginnen mit einem Deckblatt, das der Original-Personentafel entspricht. Sodann werden - soweit vorhanden - Fotos von der Personentafel wiederholt und erläutert. Es folgen - soweit im Einzelfall vorhanden - persönliche Dokumente der porträtierten Person: Fotos der Eltern, eigene Fotos, Fotos der Familie, Briefe und andere Dokumente. Je nach der Verfolgungssituation der betreffenden Person enthält die Lesemappe auch Haftbefehle, Urteile und sonstige Entscheidungen von Gerichten, eigene biografische Notizen und die von Freunden u.a., Deportationslisten. Bei Überlebenden der Verfolgung werden auch Dokumente über das Leben "danach" präsentiert. Die Lesemappen schließen mit weiteren Hinweisen auf Literatur pp. zu der jeweiligen Person. Beigeschlossen ist außerdem in zahlreichen Fällen ein Abdruck einer Kurzbiografie der Person, die der stellvertretende Vorsitzende des Vereins in drei Artikelserien in der Zeit vom 28. Dezember 1998 bis 23/24. Januar 1999, vom 9. November 2000 bis 25. Januar 2001 und vom 7. November bis 7. Dezember 2001 in der Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz - veröffentlicht hat.

Diese Lesemappen sind Unikate. Sie gibt es nur einmal und auch als Ergänzung zu den Personentafeln in der Dauerausstellung. Sie können hier nicht abgebildet werden. Sie müssen dann schon bei der Präsentation der Ausstellungsteile in Augenschein genommen werden. Das macht einen weiteren Reiz der im Übrigen interessant gestalteten Ausstellung aus.

Um gleichwohl wenigstens die seinerzeit in der Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz - erschienenen Kurzbiografien der NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung einem breiten Publikum (wieder) zugänglich zu machen, werden im Folgenden diese Kurzporträts des stellvertretenden Vorsitzenden wiedergegeben. Dabei entspricht die Nummererung der nachfolgenden Kurzbiografien (aus der Rhein-Zeitung) der Nummerierung der Personentafeln aus der Dauerausstellung. Da seinerzeit nicht für alle in der Dauerausstellung heute porträtierten Opfer auch Zeitungsartikel erschienen sind, hat dies zur Folge, dass es für manche Opfer keinen solchen Zeitungsartikel gibt. Außerdem sind hier auch Namen von NS-Opfern aufgeführt, für die zwar kein Zeitungsartikel existiert, für die es aber weiterführende Hinweise gibt. Damit diese nicht verloren gehen, werden sie hier ebenfalls dokumentiert. Andererseits sind in den drei angesprochenen Artikelserien der Rhein-Zeitung und auch in anderen Zeitungen seinerzeit NS-Opfer porträtiert worden, für die es (noch) keine Personentafel gibt. Die letzteren werden hier ebenfalls aufgeführt, und zwar in alphabetischer Reihenfolge

 


 

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51 099f Eduard Verhülsdonk (Zentrumspolitiker und Journalist aus Neuwied)

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