Pater Franz Reinisch

„Unverrückbar wie die Berge der Heimat steht unser Glaube an Christus und Maria.“




Franz Reinisch stammt aus Tirol/Österreich. Dort wird er am 1. Februar 1903 als Sohn eines Hofrats geboren. 1922 beginnt er mit dem Jura-Studium, entscheidet sich ein Jahr später aber für den Priesterberuf. Seitdem lautet sein Lebensmotto: Unverrückbar wie die Berge der Heimat steht unser Glaube an Christus und Maria.
An das Theologie- und Philosophiestudium schließen sich Priesterweihe (1928) und Noviziat bei den Pallottinern (1928 – 1930) an. Er ist Dozent für Philosophie und schließt 1933 sein Theologiestudium ab.
August 1934 Pater Reinisch besucht zum ersten Mal (Vallendar-)Schönstatt, das Zentrum der Schönstatt-Bewegung. Schönstatt prägt ihn für sein weiteres Leben entscheidend. Dann ist er in Konstanz, Hohenrechberg bei Schwäbisch Gmünd und Bruchsal seelsorgerisch tätig.

1937 Die Gestapo in Bruchsal ist Pater Reinisch auf der Spur. Grund dafür ist seine Anspielung auf den Propagandaminister Joseph Goebbels („Eine Lüge hinkt durch das Land“).

26. Oktober 1938 Reinisch wird für die Arbeit in Schönstatt freigestellt. Dort ist er ein enger Mitarbeiter von Pater Josef Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung.

1938 - 1940 Er arbeit in der Männerseelsorge und für die Weltmission.
Schon 1939 sagt er in Schönstatt: Man darf diesem Verbrecher (Hitler) keinen Eid leisten.

13. September 1940 Wegen zwei Predigten im April und Juni 1940 im Rahmen der Männerseelsorge erhält er ein Predigt- und Redeverbot für das ganze Reich.

1. März 1941 Es ergeht ein Bereitstellungsbefehl zum Eintritt in die Wehrmacht. Eine Versetzung von Schönstatt weg verschafft Pater Reinisch eine vorläufige Zurückstellung vom Wehrdienst.

15. August 1941 Zweiter Bereitstellungsbefehl. Reinisch ist wieder in Schönstatt.

7. April 1942 Trotz einer weiteren Versetzung erhält er den Einberufungsbefehl zum Eintritt in die Wehrmacht am 14. April 1942.

15. April 1942 Bewusst einen Tag später meldet er sich zum Dienstantritt in der Kaserne. Er erklärt sofort, den von ihm geforderten Fahneneid auf Hitler persönlich nicht leisten zu wollen. Pater Reinisch wird verhört und verhaftet und kommt ins Gefängnis in Berlin.

7. Juli 1942 Hauptverhandlung vor dem Reichskriegsgericht in Berlin. Franz Reinisch wird wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode verurteilt. Kurz darauf wird das Todesurteil bestätigt.

21. August 1942 Pater Franz Reinisch wird im Zuchthaus Brandenburg-Görden enthauptet.

Am 17. Oktober 1946 wird die Urne mit Pater Reinischs Asche neben der Gnadenkapelle, dem „Urheiligtum“ der Schönstatt-Bewegung, in Vallendar-Schönstatt beigesetzt.Für die Zeit nach seinem Tod hat er einmal gesagt:
Wenn ich einmal oben bin, werde ich manche Rose auf die Erde werfen.