Informationen 2013

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Samstag, 13. März 1943: 149 Sinti - Kinder, Frauen und Männer - werden vom Hauptbahnhof Koblenz aus in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert.

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Deportation der Koblenzer Sinti standen die Sinti und Roma im Mittelpunkt der Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar.

Im Rathaus zeigte der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz die Ausstellung „Die Überlebenden sind die Ausnahme - der Völkermord an Sinti und Roma“.

Diese Ausstellung besuchten wir, die Klasse 10a, mit unseren Lehrerinnen Frau Bock und Frau Schwamm am 25. Januar 2013. Herr Joachim Hennig, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal, informierte uns im Rathaussaal zunächst über die Geschichte der Sinti und Roma und berichtete dann über die Diskriminierung, Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der „Zigeuner“durch die Nationalsozialisten. Ein Schwerpunkt seines Referats war die Verfolgung der Koblenzer Musikerfamilie Reinhardt.

 

Daweli Reinhardt war erst 10 Jahre alt, als er am 13. März 1943 mit seiner gesamten Familie nach Auschwitz deportiert wurde. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Er war einer der wenigen Sinti, die die Torturen des KZ überlebten . Mit 13 Jahren kehrte er mit seinem Bruder an der Hand nach Koblenz zurück.

 

Über sein Leben hat er zusammen mit Joachim Hennig ein berührendes Buch geschrieben, aus dem wir einige Textauszüge lasen. Das Buch heißt „Hundert Jahre Musik der Reinhardts - Daweli erzählt sein Leben.“

 

Historiker schätzen, dass circa 100 000 Sinti und Roma aus rassistischen Gründen von den Nationalsozialisten ermordet wurden, die Sinti und Roma selbst gehen von etwa 500 000 Menschen aus.

Nach dem Einführungsvortrag von Herrn Hennig und der Beantwortung unserer Fragen besuchten wir in zwei Gruppen die Ausstellung und beantworteten die Fragen auf unseren Arbeitsblättern.

Wir haben an diesem Vormittag auf anschauliche Weise viele interessante Fakten über die Zeit des „Dritten Reiches“ in Koblenz gelernt und kehrten nachdenklich in unsere Schule zurück.

 

Felix Egeri, Klasse 10a, und Gabriele Bock

 


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