Informationen 2013

„Kirchlicher Widerstand während der NS-Diktatur in unserer Region“

 

Welche Rolle spielten die christlichen Kirchen unserer Region in der Zeit der NS-Diktatur? Welche Zeugnisse des Widerstands, des Eintretens gegen Verfolgung und Unmenschlichkeit und der Opferbereitschaft gab es in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen beider Konfessionen im Gebiet des heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz?

 

Ökumenischer Vortrags- und Diskussionsabend

 

Mittwoch, 20. Februar 2013

 

um 19.30 Uhr im Ev. Paul-Gerhardt-Haus,

 

Poststrasse 53 in Mülheim-Kärlich.

 

Referent: Joachim Hennig

 

Herr Hennig ist Richter am Oberverwaltungsgericht, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenzund durch zahlreiche Veröffentlichungen und Veranstaltungen aus dem Themenkreis „Verfolgung und Widerstand im 3. Reich im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz“ hervorgetreten. Für sein vielfältiges Wirken in der NS-Gedenkarbeit in Koblenz und ganz Rheinland-Pfalz wurde er im Jahre 2008 mit dem Kulturpreis der Stadt Koblenz ausgezeichnet.

Nach einer allgemeinen Einführung in die Rolle der christlichen Kirchen im „3. Reich“ und in die Kirchenpolitik des NS-Regimes wird Joachim Hennig Widerstand und Verfolgung im kirchlichen Bereich in unserer Region anhand von „Lebensbildern“ (Kurzbiographien) betroffener Persönlichkeiten beider christlicher Konfessionen darstellen. Im Anschluss an seinen Vortrag wird Gelegenheit zur Diskussion und gegenseitigem Austausch bestehen.

In einer begleitenden Ausstellung im Ev. Paul- Gerhardt-Haus in der Zeitvom 20. Februar bis 2. März 2013 informieren wir über die Schicksale von Persönlichkeiten des kirchlichen Widerstands auch auf Infotafeln

 

Update: Hier eine kleine Bilderstrecke vom Vortrag:

 


 

„Wir haben Gottes Spuren festgestellt“

 

Eine meditative und bewegende Darbietung einer Jugendgruppe aus Koblenz-Güls zur Erinnerungen an Pfarrer Paul Schneider (1934–1939: Pfarrer von Dickenschied und Womrath im Hunsrück)

Samstag, 2. März 2013

 

von 18.00 – 19:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin,

 

Bassenheim

 

Lassen wir uns berühren von Texten, Briefen und Liedern, die uns das Leben und das Wirken von Paul Schneider, dem Prediger von Buchenwald, skizzieren.

 

Ausschuss für Erwachsenenbildung und Ökumene der Ev. Kirchengemeinde Urmitz-Mülheim in Zusammenarbeit mit den Kath. Pfarreien in Mülheim-Kärlich und Bassenheim

 



Präsentation der virtuellen Ausstellung:

Hugo Salzmann (1903 – 1979): Kommunist – Gewerkschafter – Künstler aus Bad Kreuznach

 

Samstag, 2. Februar 2013, 16.00 Uhr in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

 

 

Vor 80 Jahren: „Tot oder lebendig“

 

Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit den Gedenkveranstaltungen des Landtages zur Machtübernahme der Nazis vor 80 Jahren. Einen Monat nach der „Machtergreifung“ suchten SA und SS Hugo Salzmann auf Fahndungsplakaten „Tot oder lebendig“ und lobten ein „Kopfgeld“ von 800 Reichsmark aus. Wer war dieser Hugo Salzmann?

Geboren wurde er am 4. Februar 1903 – also vor nunmehr 110 Jahren – als Sohn eines Glasbläsers und einer Näherin in Kreuznach an der Nahe. In seiner Heimatstadt starb er am 14. Oktober 1979. In diesen 76 Jahren erlebte und durchlitt er vier Epochen der jüngsten deutschen Geschichte: Das ausgehende Kaiserreich, zuletzt als Metalldreher-Lehrling und Jung-Gewerkschafter, die Weimarer Republik als Jungkommunist, Betriebsratsvorsitzender, KPD-Stadtverordneter und Reichstagskandidat, den Nationalsozialismus als politischer Flüchtling, Emigrant in Paris, Mitglied der dortigen Emi-Leitung, Inhaftierter im Konzentrationslager Le Vernet, Gestapohäftling und vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats zu acht Jahren Zuchthaus Verurteilter, die Nachkriegszeit zunächst als „Mann der ersten Stunde“ in Politik, Gewerkschaft und Gesellschaft in Bad Kreuznach, dann durch das KPD-Verbot des Bundesverfassungsgerichts 1956 seiner politischen Heimat und Betätigung beraubt, „nur“ noch als Gewerkschaftssekretär und „Hobbykünstler“.

Dieses bewegte und bewegende Leben Hugo Salzmanns hat der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. Joachim Hennig zusammen mit Hugo Salzmanns Tochter Julianna Salzmann aufgearbeitet und in einer sehr umfangreichen Darstellung mit vielen Abbildungen, Fotos, Statistiken, Schaubildern, Landkarten und Sprach- und Film-Sequenzen mit Hugo Salzmanns Arbeiten sowie Zeitzeugen dokumentiert. Diese Ausstellung ist nur im Internet auf der Homepage des Fördervereins Mahnmal Koblenz zu sehen (www.mahnmalkoblenz.de).

Als Promotion und aus Anlass der 80. Wiederkehr der Machtübernahme der Nazis sowie des 110. Geburtstages von Hugo Salzmann zeigt die Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Fördeverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. als Film eine etwa einstündige Präsentation dieser virtuellen Ausstellung.

 

Programm:

  • Begrüßung
  • Frau Dr. Beate Welter, Leiterin der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert
  • Einführung in die Präsentation
    Joachim Hennig, Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins
    Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.

Präsentation der virtuellen Ausstellung

  • Gespräch
  • Mit Frau Julianna Salzmann und dem Autor Joachim Hennig


Im Begleitprogramm zeigt Frau Julianna Salzmann in einer kleinen Ausstellung Skulpturen ihres Vaters


UPDATE: Hier einen Pressetext zur Ausstellung lesen


Die World Security Network Foundation, der European Council on Foreign Relations und das
Mauermuseum-Museum Haus am Checkpoint Charlie laden Sie herzlich ein zu einer
Diskussionsrunde über
Pentagon Stratege Dr. Fritz Kraemer und die Welt 3.0

Welche neuen Elemente braucht eine wirksamere Außen-und
Sicherheitspolitik in der globalisierten Welt-Unordung?
Dienstag, 22. Januar 2013 von 18:00 bis 20.30 Uhr
Mauermuseum-Museum Haus am Checkpoint Charlie
Friedrichstr. 43-45, 10969 Berlin
Am Brennpunkt des Kalten Krieges und des Triumpfes der Freiheit über die Diktatur stellen
wir das neue Buch über den legendären Pentagon Strategen Dr. Fritz Kraemer vor, den
deutschen Emigranten, Entdecker und Mentor der beiden U.S. Außenminister Henry
Kissinger und Alexander Haig (Hubertus Hoffmann: True Keeper of the Holy Flame. The
Legacy of Pentagon Strategist and Mentor Dr Fritz Kraemer), und diskutieren über die World
3.0 und die neuen Entwicklungen im Nahen Osten und in der NATO mit unseren Experten
Dr. August Hanning
Präsident des Bundesnachrichtendienstes von 1998 bis 2005
Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren von 2005 bis 2009
General a.D. Harald Kujat
Generalinspekteur der Bundeswehr von 2000 bis 2002
Vorsitzender des Militärausschusses der NATO von 2002 bis 2005
Dr. Hubertus Hoffmann
Präsident und Gründer der World Security Network Foundation
Buchautor True Keeper of the Holy Flame
Es moderieren Dr. Ulrike Guérot, Senior Policy Fellow and Representative for Germany am
European Council on Foreign Relations in Berlin, und der Publizist Henning-Hubertus
Baron von Steuben, Mitglieder des International Advisory Board der World Security
Network Foundation

 


Anmerkung:

Es ist die Biografie von Dr. Fritz Kraemer. Dieser war nicht nur ein hochrangiger Berater mehrerer Außenminister der USA, sondern auch der
Sohn des jüdischen Ersten Staatsanwalts Dr. Georg Krämer aus Koblenz
. Dr. Krämer wird von uns in der Dauerausstellung porträtiert und für ihn ist ein "Stolperstein" in Koblenz verlegt.

 


 

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