Informationen 2014

Wieder Heimatbesuch in Koblenz

Auch in diesem Jahr kamen ehemalige jüdische Bürger aus Koblenz und Vallendar zum traditionellen "Heimatbesuch". Vom 7. bis 14. September 2014 besuchten sechs Gäste die "alte Heimat" bzw. begleiteten ihre Angehörigen nach Koblenz. Es waren die "Treuesten der Treuen", die sich auch von den Krisen und Kriegen in der Welt nicht abhalten ließen und deren Gesundheit noch eine anstrengene An- und Abfahrt zuließ. Ein Wiedersehen gab es mit der Familie Appel: mit Werner Appel und seiner Frau Christel, mit seinen Schwestern Ruth und Marlene sowie mit Ruths Tochter. Mit dabei war auch wieder Lea Sassoon, die aus Israel den weitesten Weg für den "Heimatbesuch" auf sich genommen hatte.

Auf dem Programm standen bekannte Veranstaltungen. So am Montagnachmittag die Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof mit einem anschließenden Dia-Vortrag von Lea Sassoon. Am Dienstag unternahmen die Gäste und ihre Koblenzer Freunde eine Stadtrundfahrt mit dem historischen KEVAG-Bus. Am Mittwoch gab es den traditionallen Empfang des Oberbürgermeisters von Koblenz Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig im Koblenzer Weindorf. Der "Heimatbesuch" klang dann am Samstag mit dem Schabbat-Gottesdienst in der Koblenzer Synagoge aus.

Am Ende dieser erlebnisreichen und anrührenden Woche waren sich die Gäste einig: Es waren wieder sehr schöne und erinnerungsreiche Tage in der "alten Heimat". Zum Abschied reichten sich die Gäste die Hände und versprachen: "Wir kommen zum Heimatbesuch nach Koblenz so lange es irgendwie geht. Im nächsten Jahr sehen wir uns alle wieder!"

Vom "Heimatbesuch" berichtete die Rhein-Zeitung in einem sehr ausführlichen Artikel. In diesem kommt vor allem Werner Appel zu Wort. Appel stellt sich heute  noch - im Alter von 86 Jahren - als Zeitzeuge zur Verfügung. Auch für unseren Förderverein ist er immer wieder aktiv. Mit ihm hat der Förderverein im Jahr 2009 einen einstündigen Film mit dem Titel: "Werner Appel - Jüdisches Leben und Überleben in Koblenz 1933 - 1945" erarbeitet. Der Film kann im Medienladen in Koblenz ausgeliehen und beim Förderverein auch käuflich erworben werden. Werner Appel ist für sein unermüdliches Engagment im Jahr 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. 

In ihrer Ausgabe vom 10. September 2014 berichtete die Rhein-Zeitung in einem großen Artikel über den "Heimatbesuch": HIER lesen

Ein weiterer Artikel von "Blick aktuell", Ausgaber Koblenz Nr. 37 vom 13.09.2014 HIER lesen

Einer der Höhepunkte des "Heimatbesuchs" war wieder der Empfang des Koblenzer Oberbürgermeisters Hofmann-Göttig bei einem Mittagessen im Weindorf.

Interessierte Zuhörer beim Empfang: Linke Seite: Lea Sassoon, Christel und Werner Appel; rechte Seite: Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal Koblenz Dr. Jürgen Schumacher mit Frau Ilona, stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig

 

In freundschaftlicher Verbundenheit: Ruth Homrighausen, Schwester von Werner Appel, umarmt von Lea Sassoon und Joachim Hennig

 

Zum Abschied das Gemeinschaftsfoto mit dem Versprechen, sich im nächsten Jahr in Koblenz beim "Heimatbesuch" wieder zu sehen.

 


 

Vortrag unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig am 28. Oktober 2014 um 18.30 Uhr in Bad Kreuznach im  Stadtratssaal, Brückes 1: "Rollendes KZ - Der 12. SS. Eisenbahnbauzug in Bad Kreuznach und anderswo".   

Sechs Wochen lang, vom 20. Januar bis Ende Februar/Anfang März 1945 war ein SS-Eisenbahnbauzug mit 500 Häftlingen und einer Anzahl von SS-Männern sowie zwangsverpflichteten Eisenbahnern in Bad Kreuznach stationiert. In dem Zug waren  sie auf Gedeih und Verderben zum Arbeiten, (Über-)Leben und Sterben zusammengepfercht. Er war an Heiligabend 1944 im Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin zusammengestellt worden. Seine erste Station  war Kamp(-Bornhofen) am Rhein. Von dort aus mussten die KZ-Häftlinge die Gleisanlagen in den Bahnhöfen von Ober- und Niederlahnstein wiede instand setzen. Nach den Bombenangriffen Ende 1944/Anfang 1945 auf Bad Kreuznach und vor allem auf die Nahebrücke zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein wurde der Bauzug auf einem Gleis in „Rotlaymühle“ stationiert. Während des ca. sechswöchigen Aufenthalts dort kamen 28 Häftlinge ums Leben. Sie wurden auf dem zwischen Bad Kreuznach und Bretzenheim gelegenen jüdischen Friedhof verscharrt.

Joachim Hennig berichtet anhand von historischen Fotos und Karten über die Leidensgeschichte der KZ-Häftlinge, die erst im KZ Ebensee bei Salzburg Anfang Mai 1945 befreit wurden. Der Referent stellt auch die Nachkriegsgeschichte der Toten und die Erinnerung an sie dar.     

Nähere Informationen finden Sie HIER

Einen Presseartikel vom "Öffentlichen Anzeiger" Bad Kreuznach HIER lesen

Einen Presseartikel von "Allgemeine Zeitung" HIER lesen

Einen Presseartikel der Rhein Main Presse HIER lesen

 

 


 

Ausstellung "Nein zu Hitler! - Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933 - 1945"
 
In Erinnerung an Sozialdemokraten und Freie Gewerkschafter zeigt die Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz die Ausstellung: "Nein zu Hitler! - Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933 - 1945". Eröffnet wird sie am 9. September 2014 um 17.00 Uhr im Historischen Rathaussaal der Stadt. Sie ist dann bis zum 9. Oktober im Rathaus zu den Öffenungszeiten des Rathauses zu sehen. In dieser umfangreichen Ausstellung werden auf 40 Tafeln die Geschichte der Verfolgung und des Widerstandes wie auch gerade Biographien von Sozialdemokraten und Gewerkschaftern während der NS-Zeit eindrücklich präsentiert. Zur Eröffung der Ausstellung wird der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz einen Überblick über die Verfolgung und den Widerstand von Sozialdemokraten und Gewerkschafter aus Koblenz und Umgebung geben. Dabei soll auch an die Verfolgung zu Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren erinnert werden, bei der im Rahmen der sog. A-Kartei-Aktion auch Koblenzer Sozialdemokraten und Gewerkschafter dieser Verhaftungswelle zum Opfer fielen und bis zur Befreiung in Konzentrationslagern festgehalten wurden.
 
Die Veranstalter freuen sich über einen regen Besuch der Ausstellung, bitten aber, dass sich die Teilnehmer für die Ausstellungseröffnung anmelden.  Das können sie mit der anliegenden schriftlichen Antwort oder unter der angegebenen Mailadresse sowie über die Internetseite:
 
http://www.fes.de/mainz/veranstaltungen.php

erledigen.

Das Anmeldeformular HIER herunterladen

Den Info-Flyer HIER herunterladen

 

Bericht der Rherin-Zeitung vom 11.September 2014 HIER lesen

 


 

 


 

Seite 2 von 7

Zum Seitenanfang