Informationen 2015

12. SS-Eisenbahnbaubrigade
 
In den letzten Monaten und Wochen des Zweiten Weltkrieges waren im Westen des damaligen Deutschland Arbeitskommandos mit Häftlingen aus Konzentrationslagern eingesetzt. Ihre Aufgabe bestand darin, Schäden im Verkehrsnetz der Reichsbahn zu beseitigen, die durch die immer heftiger und zerstörerischer werdenden Luftangriffe der Amerikaner und Briten entstanden waren. Diese „Konzentrationslager auf Schienen“ sollten die zerstörten Nachschublinien in Stand setzen, Rangierbahnhöfe, Brücken und Gleisanlagen wieder herrichten und so die letzten Offensiven der deutschen Wehrmacht im Westen ermöglichen und sichern.
Die Geschichte dieser insgesamt acht  „Rollenden KZ“ ist weitgehend unbekannt. Das Wissen darum beschränkt sich im Wesentlichen auf die vor zehn Jahren von der Historikerin Dr. Karola Fings veröffentlichte Dissertation: „Krieg, Gesellschaft und KZ: Himmlers SS-Baubrigaden“. Angeregt durch frühe Recherchen des Bad Kreuznacher Gewerkschafters, Kommunisten, Kommunalpolitikers, Emigranten, Widerstandskämpfers und Künstlers Hugo Salzmann, der als erster und unermüdlich das Schicksal der 12. SS-Eisenbahnbaubrigade aufgeklärt und die Erinnerung an ihre Opfer wach gehalten hat, hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig die Geschichte der 12. SS-Eisenbahnbaubrigade zwei Jahre lang erforscht. Schon im letzten Jahr hat er in einem Vortrag bei der Stiftung Haus der Stadtgeschichte Bad Kreuznach die wesentlichen Ergebnisse vorgestellt. Inzwischen hat er unter dem Titel: „Rollendes KZ – Die 12. SS-Eisenbahnbaubrigade in Kamp/Rhein, Bad Kreuznach und anderswo“ einen größeren Aufsatz geschrieben, der im Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 2015 erscheinen wird. Am 17. September 2015 um 18 Uhr geben Frau Dr. Karola Fings (Köln) und Joachim Hennig in einer Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Mainz Einblick in diese bis heute so gut wie unbekannt gebliebene Geschichte der SS-Eisenbahnbaubrigaden.
 
Wenn Sie HIER klicken, kommen Sie zur Einladung der Landeszentrale für politische Bildung zu dieser Veranstaltung.  Die Landeszentrale bittet bei Interesse aus organisatorischen Gründen um Anmeldung per Email unter:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder per Telefon 0 61 31 / 16 2970.

 

 


 

Protokoll der 23. Mitgliederversammlung des Fördervereins Mahnmal Koblenz

 16. Juni 2015, 19.00 Uhr, im Truppendienstgericht Süd, Mainzer Straße, Koblenz.

Anwesend waren die aus der Teilnehmerliste ersichtlichen Mitglieder. Beginn der Sitzung: 19.00 Uhr.

 

TOP 1                        Begrüßung durch den Vorsitzenden

 

Dr. Jürgen Schumacher begrüßte die Erschienenen und eröffnete die Versammlung.

Bzgl. der mit der Einladung bekanntgegebenen Tagesordnung bestanden keine Änderungs- bzw. Ergänzungswünsche.

Sodann wurden die weiteren Tagesordnungspunkte (TOP) wie folgt behandelt:

 

TOP 2                        Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung

 

Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung wurde ohne Änderungen/Ergänzungen angenommen. Dr. Jürgen Schumacher dankte Eberhard Pförtner für die Erstellung.

 

TOP 3:           Rechenschaftsbericht des Vorstands (21.05.2014-16.06.2015)

 

Joachim Hennig trug zu den Aktivitäten des Fördervereins im Berichtszeitraum vor.

Im Einzelnen wurde u. a. hierüber informiert:

 

  • Ausstellung zur 70. Wiederkehr des 20. Juli 1944, Sparkasse Koblenz

(Teile dieser Ausstellung beim Rheinland-Pfalz-Tag in Neuwied)

 

  • Heimatbesuch 2014

 

  • 9. Verlegeaktion von „Stolpersteinen“ in Koblenz

 

  • Sendereihe „Hör-Stolpersteine“ des SWR 2

 

  • Gedenkveranstaltung 27. Januar 2015 mit Ausstellung „Es war eine Fahrt durch die Hölle“ – 70 Jahre Befreiung des KZ Ausschwitz“

 

  • Zeitzeugengespräche mit Werner Appel

 

  • Putzaktionen bzgl. der Stolpersteine durch Schülergruppen aus Koblenz (Heinz Rinck)

 

  • Betreuung von Schülerinnen u. Schülern bei Arbeiten zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

 

  • Homepage des Fördervereins

 

  • Vorträge, Aufsätze und Tätigkeiten des stv. Vorsitzenden Joachim Hennig in überörtlichen Gedenkgremien

 

 

Dr. Jürgen Schumacher dankte dem stellvertretenden Vorsitzenden für den Überblick und wies darauf hin, dass der Förderverein im Berichtszeitraum gute und allseits anerkannte Gedenkarbeit geleistet hat.

 

 

TOP 4:           Bericht des Schatzmeisters und der Kassenprüfer

 

Alexander Wolff stellte den Kassenbericht vor und erläuterte die einzelnen Posten sowie das Gesamtergebnis. ( Nichtöffentlich, bitte beim Vorstand anfragen)

 

Die Buchführung erwies sich als korrekt, sämtliche notwendigen Belege sind vorhanden und die vorgenommenen Ausgaben sind sämtlich begründet. Die Kassenführung entspricht ohne Einschränkung den Vorgaben in der Satzung des Fördervereins.

 

Dr. Jürgen Schumacher dankte dem Schatzmeister und den Kassenprüferinnen Monika Sauer und Helmi Jahnke für ihr Engagement.

 

TOP 5:           Aussprache zu TOP 3 und 4

 

Es ergab sich kein Diskussionsbedarf.

 

TOP 6:           Entlastung des Vorstandes

 

Dem Schatzmeister Alexander Wolff wurde auf Antrag durch einstimmigen Beschluss der anwesenden Mitglieder bei eigener Enthaltung Entlastung bzgl. der Kassenführung erteilt.

 

Dem Vorstand des Fördervereins wurde auf Antrag durch einstimmigen Beschluss bei jeweils eigener Enthaltung der Vorstandsmitglieder Entlastung erteilt.

 

TOP 7:           Neuwahl des Vorstandes

 

Frau Ilona Schumacher wurde vom Vorsitzenden mit der Wahlleitung beauftragt.

 

Da außer Dr. Frank Tiedemann alle bisherigen Vorstandsmitglieder erneut kandidierten und außer Renate Schneider, die sich auf die frei gewordene Position des Beisitzers bewarb, keine weitere Person für ein Vorstandsamt kandidierte, erfolgte die Wahl der Vorstandsmitglieder offen und als Blockwahl.

 

Es kandidierten:

 

- Dr. Jürgen Schumacher für das Amt des Vorsitzenden          

- Joachim Hennig für das Amt des ersten stellvertretenden Vorsitzenden

- Heribert Heinrich für das Amt des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden

- Alexander Wolff für das Amt des Schatzmeisters

- Eberhard Pförtner für das Amt des Schriftführers

- Renate Schneider für das Amt des ersten Beisitzers

- Bodo Zielinski für das Amt des zweiten Beisitzers

 

Die Vorgenannten wurden einstimmig per Handzeichen zu Vorstandsmitgliedern des Fördervereins Mahnmal gewählt. Alle nahmen die Wahl an.

 

TOP 8:           Wahl der KassenprüferInnen

 

Außer Monika Sauer (in Abwesenheit) und Helmi Jahnke kandidierte niemand für das Amt.

Beide wurden bei einer Enthaltung per Handzeichen zu Kassenprüfern des Fördervereins Mahnmal gewählt.

 

Dr. Jürgen Schumacher dankte allen Gewählten für ihr Engagement für den Förderverein.

 

TOP 9:           Haushalts- und Programmübersicht

 

Auch im letzten Jahr gab es wieder Versuche von Betrügern, die Inan­spruchnahme von Leistungen von Internetanbietern durch die Ermäch­tigung zum Einzug von unserem Konto zu bezahlen. Inzwischen ist das durch Eintrag eines diesbezüglichen Sperrvermerks jedenfalls ohne Rücksprache mit dem Schatzmeister nicht mehr möglich.

 

In der näheren Zukunft sind u.a. folgende Aktivitäten in der Planung:

 

  • Französischsprachige Fassung der virtuellen Ausstellung Hugo Salzmann für die Homepage des Fördervereins

 

  • Aufsatz Joachim Hennig zum Thema: Rollendes KZ – Die 12. SS-Eisenbahnbaubrigade in Kamp/Rhein, Bad Kreuznach und anderswo“ “ im Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 2015

 

  • Heimatbesuch 2015

 

  • Vortrag von Joachim Hennig über die 12. SS-Eisenbahnbaubrigade am 17. September 2015 in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz

 

  • Stolpersteinverlegungen 2016

 

  • Dokumentarfilm über den Widerständler Armeeoberpfarrer Dr. Friedrich Erxleben aus Koblenz und Mitglied des „Solf-Kreises“

 

  • Wanderausstellung der Stiftung Scheuern ergänzt durch regionalen Teil des Fördervereins zum Thema „Zwangssterilisation und Krankenmorde“ zum internationalen Gedenktag 27. Januar 2016 in Koblenz

 

  • Präsentation unserer Ausstellung „Verfolgung und Widerstand im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz“ im Landesbibliothekszentrum Koblenz im März 2016

 

TOP 10:        Verschiedenes

 

  • Dr. Jürgen Schumacher dankte dem bisherigen Beisitzer Dr. Frank Tiedemann im Namen aller Mitglieder für seine Tätigkeit und sein Engagement für den Förderverein.

 

  • Heinz Rinck berichtete, dass sich die in Koblenz ansässigen muslimischen Gemeinden an den Putzaktionen bzgl. der Stolpersteine zukünftig beteiligen wollen. Er fragt an, ob eine gemeinsame Veranstaltung unter Teilnahme auch christlicher und jüdischer Gemeinden durch den Förderverein unterstützt werden kann. Joachim Hennig wies darauf hin, dass die kulturellen und geschichtlichen Unterschiede hier zu Problemen führen dürften. Er habe bereits zweimal versucht, den Ansatz des Fördervereins zu vermitteln, was sich jedoch als schwierig erwiesen habe. Vielleicht könnte dies bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit Jugendlichen eher gelingen.

 

  • Gertrud Zielinski wies darauf hin, dass bereits im Jahr 2002 die Ausstellung aus Scheuern vom Förderverein in der Christuskirche gezeigt worden sei. Joachim Hennig machte deutlich, dass es sich 2016 nur um einen Teil dieser Ausstellung handeln solle, der deutlich durch regionale Tafeln des Fördervereins ergänzt werde. Im Begleitprogramm wäre eine Fahrt nach Hadamar erstrebenswert, da sich dort ebenfalls eine sehr eindrucksvolle Ausstellung zum Thema befinde.

 

  • Das Thema STRALAG Limburg/Diez – Außenlager Bendorf wird durch die Landesarbeitsgemeinschaft betreut. Der Förderverein trägt hierzu bei.

 

Dr. Jürgen Schumacher bedankte sich bei den erschienenen Mitgliedern für ihr Engagement und die Teilnahme und beendete die Mitgliederversammlung um 20:15 Uhr.

 

Koblenz, den 16. Juli 2015

 

 

 

Eberhard Pförtner                                                                           Dr. Jürgen Schumacher

  - Schriftführer -                                                                                   - Vorsitzender –

 

 

 

 

Hinweis des Schriftführers:

 

Um dem Förderverein Mahnmal Portokosten zu sparen und die Übermittlung von Informationen, Protokollen etc. möglichst zeitnah zu gestalten, bitte ich Sie – soweit nicht bereits geschehen - um Mitteilung Ihrer E-Mail Adresse an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ich werde Ihnen Schriftstücke des Fördervereins dann zukünftig an Ihre E-Mail Adresse übersenden.

Herzlichen Dank !

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