Informationen 2016

70 Jahre Land Rheinland-Pfalz – Die Beratende Landesversammlung

Die Artikelserie unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig zum „Geburtstag“ unseres Landes Rheinland-Pfalz wird fortgesetzt. In einem weiteren Aufsatz in der  Heimatzeitung Blick aktuell  – Ausgabe Koblenz – berichtete Hennig über die Beratende Landesversammlung. Die Aufgabe dieses Gremiums war es, über den Verfassungsentwurf des Verfassungsausschusses der Gemischten Kommission zu beraten und einen Entwurf zu erarbeiten, der dann den Bürgern von Rheinland-Pfalz in einer Volksabstimmung vorgelegt werden konnte. Tatsächlich verstand sich die Versammlung bereits als ein Vorparlament, in dem auch die politischen Probleme jener Zeit diskutiert wurden. Die 127 Mitglieder der Beratenden Landesversammlung kamen aus allen damals zugelassenen Parteien. Unter ihnen waren etwa der ehemalige Spanienkämpfer Ernst Buschmann (KPD) wie auch die schon vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten politisch Aktiven Maria Detzel (SPD) und Helene Rothländer (CDU). Die Versammlung konstituierte sich am 22. November 1946 im Stadttheater von Koblenz.
 
Lesen Sie zu den historischen Ereignissen vor 70 Jahren den Artikel von Joachim Hennig in Blick aktuell – Ausgabe Koblenz – Nr. 46 vom 17. November 2016. HIER Klicken
 
Die Heimatzeitung Blick aktuell – Ausgabe Koblenz – berichtete auch über die Festveranstaltung des Landtages am 22. November 2016 im Stadttheater von Koblenz.
Lesen Sie dazu: Blick aktuell – Ausgabe Koblenz – Nr. 48 vom 1. Dezember 2016.  HIER Klicken 

Die Personentafeln finden Sie auf unserer Webseite HIER      dann  wählen Sie bitte:

Die Personentafel von Ernst Buschmann Tafel 053
 
Die Personentafel von Maria Detzel Tafel 057
 
Die Personentafel von Helene Rothländer Tafel 056

 


 

Koblenz trauert um Daweli Reinhardt – Unser Förderverein trauert mit

Daweli Reinhardt ist tot. Alfons „Daweli“ Reinhardt starb am 10. Dezember 2016, am „Tag der Menschenrechte“, im Kreis seiner Familie zuhause in Koblenz-Horchheim. Im Alter von 84 Jahren endete sein sehr bewegtes Leben – ein Leben, das durch die Verfolgung in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten in jungen Jahren fast ausgelöscht worden wäre. Aber der damals 12-jährige Alfons hat sich nicht unterkriegen lassen, hat um sein Überleben gekämpft und gewonnen. Das hat ihn stark gemacht und neben seiner Familie und seiner Musik geholfen, nach der Befreiung vom Faschismus sein Leben in die Hand zu nehmen. Erst war er Artist, „Altstadtking“, „Schroddeler“, Boxer und Fußballer, dann Familienvater und Oberhaupt seiner großen Familie und schließlich der Koblenzer Sinti. Die Musik, seine Musik und seine Gitarre waren immer dabei: auf der Deportation nach Auschwitz-Birkenau, bei der Musik im Zirkus, bei der Tanzmusik der 1950er und 60er Jahre, bei der „Musik deutscher Zigeuner“ mit dem Schnuckenack-Reinhardt-Quintett, mit dem Mike-Reinhardt-Sextett und dem Daweli-Reinhardt-Quintett und bei der Musik mit seinen Enkeln. Der letzte Weg seines Lebens war schwer und lang. Seit vielen Jahren wusste Daweli, dass er unheilbar an der Krankheit Parkinson erkrankt war. Er kämpfte dagegen, ließ sich auch davon nicht unterkriegen und seine Familie half ihm dabei. Nun ist er von uns gegangen. Es bleibt die Erinnerung an ihn und seine Musik.

Der stellvertretende Vorsitzende unseres Fördervereins Joachim Hennig hat im Jahr 2003 nach Interviews mit Daweli und seiner Frau Trautchen eine Biografie über ihn geschrieben: „Hundert Jahre Musik der Reinhardts – Daweli erzählt sein Leben“. Es ist im Koblenzer Verlag Dietmar Fölbach erschienen, inzwischen in der 3. Auflage 2012 und kostet 6 €. ISBN 3-934795-46-3.

Weiterführende Informationen finden Sie HIER

Die Heimatzeitung „Blick aktuell“ berichtete in zwei ihrer Koblenzer Ausgaben zum Tod von Daweli Reinhardt:
Blick aktuell – Ausgabe Koblenz – Nr. 50 vom 15. Dezember 2016  HIER lesen
Blick aktuell – Ausgabe Koblenz – Nr. 51 vom 22. Dezember 2016  HIER lesen

Sehen Sie hier auch eine Fotostrecke zu Daweli Reinhardt
(Quellen: Bild 7,8,9 Frey-Pressebild /übrige: Förderverein Mahnmal und privat)

 

 


 

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