Informationen 2010

Jüdisch-christliche Feier anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht in der Koblenzer Synagoge am Sonntag, dem 14. Nov. 2010.

Um 11 Uhr hatten sich in der Synagoge über 100 Personen versammelt. Der Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde, Dr. Heinz Kahn, begrüßte die Gäste. Danach richtete die Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, Marie-Theres Hammes-Rosenstein, ein Grußwort der Stadt Koblenz an die versammelte Gemeinde.




Die Gebete wurden von Kantor Joseph Pasternak gesprochen, die biblische Lesung nahm Rabbiner Seew-Wolf Rubins, die deutsche Übersetzung trug Pfr. Hans-Werner Schlenzig vor.
Danach folgte die Ansprache durch den Rabbiner.
Er trug vor, dass der Erinnerungstag in Israel der 28. Nissan ist, eine Woche nach dem Ende des jüdischen Feiertages Pessach. Hier in Deutschland ist der 9. November ein weiterer Tag der Erinnerung, der Tag des Pogroms der zum Beginn der Katastrophe wurde. Er versuchte Antwort zu geben auf die Frage, die viele andere Menschen, damals und auch heute noch stellen: wo war Gott während des Holocausts? Und weshalb hat Gott den Holocaust nicht verhindert?
Er gab sieben Antworten auf diese Fragen.
Seit 70 Jahren leben wir mit der Erinnerung an den Holocaust. Es ist eine Wunde, die man nicht vergisst. Wie werden uns immer wieder fragen: Warum? Aber das Allerwichtigste ist, aus dem, was geschehen ist, Schlüsse zu ziehen.

Danach folgte der Auszug zum Friedhof und die Kranzniederlegung


Rechts Rabbi Seew-Wolf Rubins, links der Landtagsabgeordnete Langner


Links Kantor Pasternak, in der Mitte Bürgermeisterin Hammes-Rosenstein, rechts MdL Langner


Die musikalische Umrahmung wurde durch das Vokalensemble Lucente und Chorschola St. Nikolaus Arenberg unter der Leitung von Chordirektor Dr. h.c. Peter Stilger würdig gestaltet.


Bericht/Fotos: Bodo Zielinski

 


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