Informationen 2010

Vor 70 Jahren: Zwei Koblenzer NS-Täter in Luxemburg und 200 junge Luxemburger auf der Burg Stahleck.

Vortrag von Joachim Hennig am Donnerstag, dem 7. Oktober 2010, um 20.00 Uhr im
Circus Maximus (Stegemannstr. 30, 56068 Koblenz) in Koblenz

Am 10. Mai 1940, vor 70 Jahren, überfiel Hitler-Deutschland seine westlichen Nachbarn, u.a. auch das Großherzogtum Luxemburg. Von Koblenz aus bauten die Nazis das Besatzungsregime auf. Der Koblenzer Gauleiter Gustav Simon wurde Chef der Zivilverwaltung in Luxemburg. Seine Aufgabe war es u.a., Luxemburg zu "germanisieren". Bald gehörte Luxemburg zusammen mit der Koblenzer und Trierer Region zum "Gau Moselland". Zum "Aufbauwerk" gehörten auch die Etablierung einer deutschen Justiz und die Verfolgung des Widerstandes in Luxemburg. Einer der dort tätigen "furchtbaren" Juristen war der Koblenzer Staatsanwalt Leonhard Drach. Neben zahlreichen Todesurteilen versuchte man den Widerstand junger Luxemburger dadurch zu brechen, dass man sie monatelang auf der Burg Stahleck bei Bacharach verschleppte und dort schikanierte. Die jungen Luxemburger überlebten das NS-Regime ebenso wie die Täter Simon und Drach. Der Vortrag zeigt auf, wie auch Menschen aus Koblenz in der NS-Zeit ein ganzes Land terrorisierten und was aus ihnen und ihren Opfern nach dem Krieg wurde. Ein kurzer Film rundet das Vorgetragene noch ab.

 


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