Der letzte (nicht in „privilegierter Mischehe“ lebende) Jude in Koblenz war der Rechtsanwalt Dr. Isidor Treidel. Er hatte im Zuge der Nürnberger Rassengesetze seine Zulassung als Rechtsanwalt verloren, war aber weiterhin „jüdischer Rechtskonsulent“ für die Angelegenheiten der Juden. Ihn hatten die Nazis bisher verschont, weil man seine juristischen Fähigkeiten und Kenntnisse für die „Arisierung“ jüdischen Vermögens und dessen Aneignung durch das Deutsche Reich benötigte. Als alle Juden deportiert und zuvor ihre Rechtsverhältnisse geregelt waren, wurde auch er nicht mehr benötigt. Zusammen mit seiner Ehefrau Erna wurde er in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Von dort gingen beide am 15 Oktober 1944 unter der Bezeichnung „Arbeiter“ bzw. „Haushalt“ auf Transport in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und wurden mit Giftgas ermordet.

Hinweise zur unten abgebildeten Liste:

Das Schicksal des Rechtsanwalts Dr. Isidor Treidel und seiner Ehefrau Erna ist auf dieser Homepage näher dargestellt unter:
Eheleute Isidor und Erna Treidel - Personentafel Nr. 42.

 








 

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