Kulturpreis der Stadt Koblenz für Joachim Hennig



Am Freitag, dem 22. August 2008, wurde der Kulturpreis der Stadt Koblenz verliehen. Preisträger der diesjährigen Auszeichnung, die alle drei Jahre an möglichst zwei Persönlichkeiten aus dem Koblenzer Kulturleben verliehen wird, sind der Musiker Ulrich Adomeit und der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz Joachim Hennig. Die Ehrung fand im Historischen Rathaussaal in einem sehr würdigen Rahmen und mit vielen Gästen statt.
 
Joachim Hennig wurde für seine jahrelange und vielfältige engagierte Arbeit für die Opfer des Nationalsozialismus ausgezeichnet. Seit 1996 arbeitet er intensiv die Geschichte von Verfolgung und Widerstand in der NS-Zeit in Koblenz und Umgebung auf und präsentiert sie. Zahlreiche Zeitungsartikel und Aufsätze hat er veröffentlicht, Vorträge bei der Volkshochschule Koblenz und an anderen Orten und Gelegenheiten gehalten, die Ausstellung über NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung erarbeitet, Bücher und Beiträge in Büchern geschrieben, ist der "Texter" der Homepage des Fördervereins, "Macher" mehrerer Dokumentarfilme, Leiter und Referent verschiedener Tagungen zur NS-Zeit. Zudem ist er auch stellvertretender Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit im heutigen Rheinland-Pfalz und Mitglied des Wissenschaftlichen Fachbeirats zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz.

Die Laudatio für Joachim Hennig sprach der rheinland-pfälzische Justizminister Dr. Heinz Georg Bamberger, die Sie im Folgenden wortgetreu lesen können. Zum besseren Verständnis sind einige Anmerkungen eingefügt die am Artikelende aufgeschlüsselt sind.


Wider das Vergessen der Tyrannei


Ansprache des rheinland-pfälzischen Justizministers Dr. Heinz Georg Bamberger anlässlich der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Koblenz an den Richter am Oberverwaltungsgericht Joachim Hennig am 22. August 2008 im Historischen Rathaussaal zu Koblenz

 

Sehr geehrter, lieber Herr Adomeit, sehr geehrter, lieber Herr Hennig, verehrte Frau Adomeit, verehrte Frau Hennig-Neuhaus, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissermann, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des rheinland-pfälzischen Landtages, sehr geehrter Herr Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz Professor Dr. Meyer, verehrte Festgäste, meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich freue mich, heute Abend für Herrn Hennig die Laudatio sprechen zu dürfen. Die Preisverleihung und die Werke, die sie würdigt, zeigen den Geist dieser Stadt: Lebensfreude - aber genauso Wertebewusstsein und Mitmenschlichkeit. Ausgezeichnet werden der Freund und Förderer der Musik, Herr Ulrich Adomeit und Herr Joachim Hennig, der Richter, der wider das Vergessen Aufklärung versucht.

Es freut mich, dass so viele gekommen sind: Die Damen und Herren Abgeordneten, der erste Richter unseres Landes, Herr Prof. Meyer, der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, Herr Dr. Kahn, Kulturpreisträger früherer Jahre, darunter Herr Prof. Heyen, viele Kolleginnen und Kollegen von den Gerichten und der Staatsanwaltschaft, Sie alle, meine Damen und Herren, denen die heutigen Ehrungen ein Herzensanliegen sind.

Es ist zuerst denen zu gratulieren, die den Preis erhalten, Herrn Hennig und Herrn Adomeit, aber auch der Stadt, dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und dem Beigeordneten, dem Preisgericht, das diese Auswahl - einstimmig - getroffen hat.

Die Justiz feiert mit. Wir freuen uns, dass einer der Geehrten Richter unseres Landes ist.


I. Person und Werk

1. Richter in Koblenz

Joachim Hennig habe ich vor genau 30 Jahren kennen gelernt. Wir waren seinerzeit Kollegen in derselben Zivilkammer des Landgerichts Koblenz. Herr Hennig war schon damals so, wie ich ihn später immer erlebt habe: Etwas zurückhaltend, bescheiden, hellwach und klug, liebenswürdig, ein Herr, der aber selbst mit anpackt. Er kann formulieren. Er hat Ideen. Er hat einen feinen, selten auch mal etwas sarkastischen Humor. Als besonders guter Richter ging er damals - wie das immer war und ewig so bleiben wird - zum Verwaltungsgericht.

Später haben wir uns wieder getroffen im Förderverein zur Errichtung eines Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz, dessen stellvertretender Vorsitzender ich damals war und Herr Hennig heute ist. Er war es, der - nachdem der Hauptzweck des Vereins, die Errichtung des Mahnmals, erreicht war - mit großem Nachdruck darauf drängte, auch seitens des Vereins weitere Projekte der Gedenkarbeit zu fördern.



2. Werk eines Aufklärers

Der Preis würdigt ein Werk, das - wider das Vergessen der Tyrannei - aufklären will über das, was hier vor 70 Jahren war, über Verfolgung und Widerstand, über die Opfer vor allem, ihr Lebensschicksal, ihren Mut, ihr Leiden - über das ganze unvorstellbar große Unrecht jener Diktatur.

Die Anzahl der Bücher, Abhandlungen, Aufsätze, Vorträge, Artikel in Zeitungen, der Biographien, der Portraits und Skizzen, die Joachim Hennig inzwischen geschrieben hat, ist immens. In Ausstellungen und in Filmen werden Lebensschicksale auch optisch anschaulich gemacht. Der Förderverein Mahnmal bemüht sich derzeit um eine filmische Dokumentation der letzten lebenden Opfer der Nazizeit.

Herr Hennig hat die eindrucksvolle Ausstellung über NS-Opfer aus der Region Koblenz und den Neuanfang vor 60 Jahren, die im Landtag Rheinland-Pfalz zu besichtigen war, maßgeblich mitorganisiert. Zu nennen sind ferner Gespräche mit Zeitzeugen, so mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde in Koblenz, Herrn Dr. Heinz Kahn, der in Auschwitz und Buchenwald war.

Besonders erwähnen möchte ich die jetzt schon drei Seminare (für 2009 ist das vierte geplant), die Herr Hennig seit 2006 für die Justiz des Landes organisiert und durchführt. Es sind Veranstaltungen für Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte zum Thema "Justiz und Recht im Dritten Reich". Seit 2007 gibt es durch Herrn Hennig zum selben Thema Seminare auch für unsere Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare. Wir freuen uns, dass diese Tagungen von vielen besucht werden. Sie finden nicht in den Gerichtsgebäuden statt, sondern, wo möglich, an den Orten des Geschehens, auf dem Gelände des ehemaligen SS-Sonderlagers/KZ Hinzert oder in der Gedenkstätte des früheren KZ Osthofen.

Joachim Hennig ist Mitglied und seit 2002 stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins "Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz". Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Fachbeirats "Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz". Seit 2001 ist er Mitglied des Sprecherrats der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz.

Kaum einer hat wie Herr Hennig - in dieser Tiefe, in dieser Breite, so konkret und anschaulich - dokumentiert, was im sogenannten Dritten Reich hier in Koblenz, in der Region - "nicht irgendwo, sondern hier bei uns" [1] - geschah.

Nur einige der Themen, über die Joachim Hennig schreibt und arbeitet, kann ich hier nennen: [2]

-Die Säuberung des Staatsapparats durch die Nazis,
-die Verfolgung des politischen Gegners,
-die Einschüchterung der Zentrumspartei,
-Boykott und Prozesse gegen Juden, deren Deportation und Ermordung,
-Verfolgung der Sinti und Roma,
-Hochverratsverfahren gegen Kommunisten,
-Verfolgung katholischer Priester,
-Verfolgung von Angehörigen der evangelischen Kirche,
-die Verfolgung der Ernsten Bibelforscher / Zeugen Jehovas,
-Zwangssterilisationen,
-die Ermordung behinderter Menschen,
-die Novemberpogrome 1938 und ihre Folgen.


Was er berichtet, erzählt Joachim Hennig in der nüchternen, präzisen, klaren Sprache des Richters, stilistisch brillant. Er erzählt es nie ideologisch, ohne selbstgerecht zu sein, mitfühlend, aus einer tiefen moralischen Haltung. Er urteilt, aber er verurteilt nicht. Immer bleibt er konkret.

Er schreibt :[3]

"Schon einige Tage später übernahmen die Nazis die Macht im Reich und sie sollten sie nicht mehr abgeben, bis sie ganz Deutschland und weite Teile Europas in Schutt und Asche gelegt und allein 11 Millionen Menschen als Verfolgte auf dem Gewissen hatten".

Besser kann man diesen Sachverhalt in der deutschen Sprache nicht sagen.

3. Motive, Gründe

Herr Hennig, Richter am Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, hat einen Beruf, der ihn ausfüllt. Für das, was wir würdigen, arbeitet er abends, am Wochenende, im Urlaub, besucht in der Mittagspause das Landeshauptarchiv, spricht mit Zeitzeugen, studiert Quellen, forscht, ordnet, schreibt. Eine Anstrengung, die wir nicht ermessen können, ist notwendig gewesen für das, was er geleistet hat. Warum bürdet er sich das auf? Was treibt ihn an? Was sind seine Gründe?

II. Aufklärung gegen das Vergessen

1. Betroffenheit und Trauer

Die Richter der Sondergerichte, die in der NS-Zeit, auch hier in Koblenz, bisweilen wegen kleiner Delikte Todesurteile verhängten, wurden nicht zur Verantwortung gezogen.[4] Wer im KZ einen Kommunisten oder einen Juden erschlug, wurde nicht bestraft. Wer als Arzt in der Tötungsanstalt Hadamar bei Limburg/Lahn einen behinderten Menschen umbrachte, handelte im Einklang mit bestehenden Vorschriften.

Die Erfurter Firma Topf und Söhne hatte Dampfkesselanlagen gebaut. Als sie den lukrativen Auftrag erhielt, für die KZs Krematorien zu liefern, widmete sie sich dieser neuen Aufgabe mit aller Kraft. Noch niemals zuvor war das möglichst schnelle Einäschern möglichst vieler Leichen Aufgabe von Ofenbauern gewesen. Neues war gefragt und der Erfindungsgeist der Ingenieure brachte es hervor. Ohne dass dazu seitens der SS oder einer anderen staatlichen Stelle ein Auftrag erteilt war, legte die Firma Planungen für einen vierstöckigen Verbrennungsofen vor, der ohne Koks oder Erdöl betrieben werden konnte. Die Leichen selbst dienten in diesem Krematorium als Brennstoff.[5]

Joachim Hennig hat für den Tag der 60. Wiederkehr der Befreiung des KZs Auschwitz, wo solche Öfen brannten, eine Ausstellung erarbeitet und den Festvortrag gehalten, die Betroffenheit und Trauer zeigen. [6] Auschwitz war ein Ort weit jenseits des gewöhnlichen Bösen.

2. "Banalität des Bösen" (Hannah Arendt)

Hannah Arendt spricht von der "Banalität des Bösen".[7] Jedermann konnte es sein, der in die Lage geriet oder vor die Aufgabe gestellt war, Böses in einem Grade höchster Steigerung zu tun. Die Wehrmachtssoldaten und die SS-Leute, die im Krieg an Erschießungen beteiligt waren, wussten sehr genau, was sie taten, sahen sich jedoch als "Opfer einer Aufgabe",[8] als Menschen, die sich im Übrigen anständig und gesetzestreu verhielten. Als Mörder sahen sie sich nicht.

Wie bei den meisten, die sich mit diesem Abschnitt unserer Geschichte näher befasst haben, sind es auch bei Joachim Hennig Fassungslosigkeit, Entsetzen, Beklemmung, Trauer, gegen die er anschreibt. Es geht ihm darum, das Unbegreifliche irgendwie fassbar zu machen. Es geht ihm auch um den moralischen Einspruch. Dabei steht Koblenz für das Ganze. Denn wie in Koblenz war es damals in Deutschland überall.[9]

Sicher auch, aber nicht zuerst, ist es bei ihm ein patriotischer Zorn, der Wunsch nach Wiederherstellung des Namens. Das Ansehen Deutschlands, das mit seinen Werken der Philosophie und der Poesie, mit seiner überwältigend schönen Musik die Welt begeistert und etwas schöner gemacht hatte, sein Ansehen sollte nach 1945 für lange Zeit ruiniert sein. Mehr noch: 2000 Jahre Christentum und das Projekt der Aufklärung hatten den Genozid nicht verhindern können, waren in einer gewissen Weise gescheitert.

Aber es ist bei Joachim Hennig auch der Gedanke der Aussöhnung. Denn sie ist, wenn überhaupt, nur möglich mit dem, der sich zu seiner Verantwortung bekennt und seine Schuld auf sich nimmt. Und genauso kann man verzeihen nur dem, der daran mitzuwirken verspricht, dass das Schreckliche nie wieder geschieht

3. Stärkung des Guten

Wir leben heute in einem freien und friedlichen Land. Die innere systemische Logik des NS-Staates bestand in Menschenverachtung und Massenmord. Wir leben seit 60 Jahren in einem Würde und Freiheit schützenden demokratischen Verfassungsstaat.

Aber Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind auch in Deutschland - und auch in Europa - immer noch alltäglich. Wir haben auch gesehen, was in Srebrenica geschah, in Ruanda und was in Dafour geschieht. Gewiss entscheiden wir, wenn wir handeln, nicht über dem Abgrund, [10] über dem Nichts. Aber wie fest sind unsere Wertefundamente wirklich?

Joachim Hennig will die Institutionen stark machen durch Aufklärung und Bildung der Personen, die dort bestimmen. Humanität - Kultur im wahren Sinne - setzt Aufklärung voraus. Wenn wir weiterhin eine humane Welt wollen, müssen wir darauf schauen, dass über die Verhältnisse unseres Landes und vielleicht auch die Zukunft in Europa nicht mehr gedacht werden darf, ohne das Vermächtnis der Shoah und die auch von Herrn Hennig vermittelten Lehren aus jener schrecklichen Zeit einzubeziehen.


III. Gerechtigkeit und Zuversicht


1. Opfer von Verfolgung

Es fällt auf, dass Herr Hennig vor allem den Opfern die Ehre erweist, besonders denen, die zu widerstehen versuchten: Anständige große und kleine Leute, Aufrechte, Kämpfer, Verzagte, dabei nicht die weit entfernten fremden Menschen, sondern die, welche im Alltag unserer Stadt und in dieser Landschaft gelebt haben. Es waren Männer und Frauen, die von einer Idee ergriffen waren und sie nicht verraten konnten. Andere haben aus ihrem tiefen christlichen Glauben gehandelt. Es gab solche, die einfach anständig waren, ihrem Gewissen folgten, ohne groß darüber nachzudenken.

Das ist die Gastwirtin Anna Speckhahn, deretwegen der Koblenzer Pfarrer Laux die Gründung des Fördervereins zur Errichtung eines Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus angeregt hat. Frau Speckhahn im Rauenthal war wegen einer zu anderen Zeiten harmlosen Bemerkung von der Gestapo festgenommen und in das KZ Ravensbrück verschleppt worden, wo sie umkam.[11]

Joachim Hennig schreibt über den Bürger Dr. Ernst Biesten, den ersten Polizeipräsidenten von Koblenz in der Weimarer Republik, nach 1945 mit Adolf Süsterhenn "Vater" der rheinland-pfälzischen Verfassung und erster Vorsitzender des Verfassungsgerichtshofes und Präsident des Landesverwaltungsgerichts (heute: Oberverwaltungsgerichts) Rheinland-Pfalz. Von den Nazis wurde er seiner aufrechten demokratischen Haltung und seines Kampfes gegen den aufkommenden Nationalsozialismus wegen aus dem Amt entfernt.[12]

Herr Hennig berichtet über den Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks und Gewerkschafter Johann Dötsch, der am 5. Mai 1933 in sogenannte Schutzhaft genommen wird.[13] Er schreibt über die jüdischen Rechtsanwälte in Koblenz, die weit mehr als nur ihre Zulassung verloren.[14] Er dokumentiert die Lebensschicksale der in Koblenz lebenden und verhafteten Eheleute Andreas (André) und Anneliese Hoevel [15] und Alfred Kniepers aus Höhr, [16] die als Kommunisten Widerstand leisteten. Ebenso erzählt er die Geschichte des evangelischen Pfarrers Paul Schneider, des "Predigers von Buchenwald" [17] und des katholischen Paters Franz Reinisch.[18] Herr Hennig dokumentiert die Lebens- und Leidensgeschichten der Widerstandskämpfer Maria Terwiel, [19] Adolf Reichwein [20] und Friedrich Erxleben. [21]

Ihm geht es darum, diesen Menschen - gegen eine gewisse Gleichgültigkeit und auch Gedankenlosigkeit- Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Das bedeutet zuallererst Erinnerung und Bewahrung davor, vergessen zu werden. [22]


2. Menschlichkeit

Joachim Hennig berichtet bei alledem nicht mit dem kühlen Blick dessen, für den die Geschichte Objekt der Forschung ist. Er schreibt aus einer tiefen Menschlichkeit heraus. Die Männer und Frauen, die Kinder, über deren Leben er uns berichtet, haben seine Solidarität. Das erklärt auch seine Empörung über die nachträgliche Manipulation an dem von Alfred Knieper im August 1948 eingeweihten Gedenkstein für die Opfer des Faschismus auf dem Friedhof in Mainz-Mombach. [23]

Dass Herr Hennig über die Täter nur mittelbar, später, und auf jeden Fall viel weniger berichtet, mag auch an Fristen unseres Archiv-Gesetzes liegen. Gewiss liegt es aber auch daran, dass Täter jedermann sein konnte. Täter zu sein war banal.

3. Zuversicht

Es gibt Menschen, die im Blick auf das Geschehene in Resignation, Depression oder im Zynismus verharren. Zu ihnen gehört Herr Hennig nicht. Indem er die Lebensgeschichte gerade derjenigen erzählt, die Widerstand geleistet haben, betont er die immer auch mögliche Alternative.

Das gilt im Großen wie im Kleinen. Dänemark hat seinen Juden unmittelbar vor der Besetzung durch die Deutschen zur Flucht nach Schweden verholfen. Bulgarien hat seine Juden nicht ausgeliefert. Es ist wahr: nur wenige haben widerstanden. Aber es gab immer Menschen - und sie sind es, die Herr Hennig beschreibt -, die Zivilcourage hatten, die tapfer waren und die notfalls ihr Leben einsetzten, um zu tun, was ihr Gewissen gebot.

Wir schulden Joachim Hennig Dank. Er hat sich um die Kultur dieser Stadt verdient gemacht. Ich freue mich, dass die Stadt Koblenz ihn mit ihrem Kulturpreis auszeichnet.

Seine Aufarbeitung zeigt, dass Menschen zu vielem, ja zu allem fähig sind - damals wie auch heute. Aber es kommt darin auch ein Grundvertrauen in die Zukunft zum Ausdruck. Denn Joachim Hennig zeigt auch, dass wir, gegen alle andere Erfahrung, die Hoffnung haben können, dass es bei aller Macht des Bösen auch das Gute gibt und dass Tapferkeit, Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit unter uns Menschen bleiben.

Lieber Herr Hennig, lieber Herr Adomeit, zur Verleihung des Kulturpreises der Stadt Koblenz gratuliere ich Ihnen, auch im Namen des Ministerpräsidenten Kurt Beck und der Landesregierung von Rheinland-Pfalz sehr herzlich.

 





Der so geehrte stellvertretende Vorsitzende des Födervereins Mahnmal Koblenz, Joachim Hennig, bedankte sich mit der nachfolgenden Rede, die an ihrem Ende noch eine “kleine Überraschung” enthielt:


Dankesansprache anlässlich der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Koblenz am 22. August 2008

Herr Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissermann, meine Damen und Herren!

Ich danke Ihnen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, für die Überreichung dieser hohen Auszeichnung der Stadt Koblenz. Ich danke Ihnen, sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Bamberger, für Ihre Laudatio, mit der Sie meine Gedenkarbeit in Koblenz und im Land und die Bedeutung des Gedenkens eindrucksvoll gewürdigt haben. Ich danke den Mitgliedern des Preisgerichts, dass Sie sich einstimmig für die Verleihung des Kulturpreises an mich entschieden haben. Ich danke Sophie Becker, Birgit Pesch und Winfried Görg für die tolle, schwungvolle Musik. Ich danke Ihnen allen, meine verehrten Damen und Herren, für Ihre Anwesenheit bei der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Koblenz 2008. Ich bin sehr gerührt von dem würdigen Rahmen dieser Festveranstaltung, den warmherzigen Worten und von der überaus freundlichen und so zahlreichen Resonanz, die ich von Ihnen allen hier erfahren durfte und noch erfahre.

Der Kulturpreis wird mir in Anerkennung meiner Gedenkarbeit für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz und Umgebung verliehen. Ich stehe für eine Thematik und für das Gedenken an Menschen, die nicht zum „Mainstream“ gehören, mit denen man keine „Events“ veranstalten kann und die bisweilen einem auch etwas fern und fremd sind. In den Jahren, in denen ich diese Arbeit bisher gemacht habe, stand ich keineswegs so im Rampenlicht der allgemeinen Aufmerksamkeit wie heute. So erinnere ich mich beispielsweise an einen Vortrag bei der Volkshochschule Koblenz vor einigen Jahren, in dem ich über Koblenzer NS-Opfer der sog. Euthanasie sprach. Zuhörer dieses Vortrages waren – ganz genau - fünf Personen. Wenn ich es richtig sehe, dann sind vier dieser fünf Zuhörer übrigens heute unter uns. Diese Begebenheit zeigt: Gedenkarbeit in Koblenz hat es – wie auch andernorts – nicht leicht. Das gilt besonders dann, wenn man sich aller Opfer des Nationalsozialismus erinnern will, auch der unbequemen und der fern stehenderen. Gerade dieser Aufgabe hat sich aber der Förderverein Mahnmal Koblenz verschrieben, und ganz persönlich ich mich auch. Erst in den letzten Jahren hat diese Arbeit ihren – bescheidenen – Platz im Kulturbereich der Stadt und im allgemeinen Bewusstsein gefunden. Dabei spielen auch Stimmungen und Sympathien eine Rolle. Gedenkarbeit geht unter die Haut, veranlasst, Partei zu ergreifen, und kann polarisieren.

Von daher ist es ein nicht hoch genug einzuschätzendes Verdienst der politischen Verantwortlichen in unserem Koblenz, dass diese Thematik ihren anerkannten Platz in der städtischen Kultur- und Bildungsarbeit gefunden hat und – das ist ebenso verdienstvoll – diese Arbeit bisher aus jeglicher Parteipolitik herausgehalten wurde. Es bestand und besteht ein durchgängiger Konsens aller Parteien, dass das Erinnern an Verfolgung und Widerstand in Koblenz in der NS-Zeit einen wichtigen Beitrag zu unserer städtischen politischen Kultur leistet – und es in dieser Form und auch mit diesen Inhalten voll und ganz akzeptiert wird. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die politische Verantwortung hier in Koblenz, an welcher Stelle auch immer, tragen, ganz ausdrücklich und herzlich bedanken.

Dieser Konsens und diese Sympathie reichen aber über den Stadtvorstand und die Verwaltung, den Stadtrat und die politischen Parteien weit hinaus. Mit großer Freude und Genugtuung registriere ich immer wieder, in welchem hohen Maße Leiterinnen und Leiter von Behörden, Repräsentanten von gesellschaftlichen Institutionen und Gruppen an Veranstaltungen zur Gedenkarbeit teilnehmen, ja sie sogar anregen und als Kooperationspartner mitgestalten oder – das möchte ich auch nicht verschweigen – durch finanzielle Zuschüsse wesentlich fördern. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass sich auch in den Medien vor Ort Menschen finden, denen die Thematik am Herzen liegt und die sie in den Medien verbreiten.

So wundert es nicht, dass der Name Koblenz in der Gedenkarbeit des Landes Rheinland-Pfalz einen guten Klang hat und Koblenz seinen festen und im nördlichen Rheinland-Pfalz zentralen Platz für die Gedenkarbeit hat. Diesen landesweiten guten Ruf unterstreicht die Stadt Koblenz noch – wenn ich das so sagen darf – mit der Verleihung des Kulturpreises für meine Gedenkarbeit.

Geehrt wird damit ein wohlverstandener Bürgersinn. Bürgersinn, der aus der Erkenntnis heraus entwickelt und praktiziert wird, dass eine Demokratie nur dann Bestand hat, wenn sie von einer Vielzahl von Bürgern gelebt, erneuert und gegen Anfechtungen verteidigt wird. Diese Lektion hat uns allen der Untergang der Weimarer Republik erteilt. Zu viele Feinde der Demokratie und Gleichgültige haben ihr, angesichts zu weniger Demokraten, das Ende bereitet. Es sollte selbstverständlich sein, daraus heute die richtigen Lehren zu ziehen.

Die Preisverleihung ist nicht nur Anerkennung meiner Arbeit und die des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz und auch mittelbar der sehr zahlreichen NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung – sie ist auch ein Ansporn für die Zukunft. Noch mehr als bisher werde ich mich bemühen, mit den anderen in diesem Bereich arbeitenden Gruppen und Personen ins Gespräch zu kommen und die Zusammenarbeit zu suchen. Ich will auch für die Gedenkarbeit in Koblenz weiter werben und gesellschaftliche Institutionen und Gruppen bis hin zu den Schulen für diese Arbeit zu gewinnen suchen. Hier gibt es hoffnungsvolle Ansätze. Die Verleihung des Kulturpreises wird dies alles sicherlich noch verstärken und fördern.

Aber noch ein weiteres habe ich mir vorgenommen: Aufgrund meiner langjährigen Forschungstätigkeit verfüge ich inzwischen über ein recht umfangreiches Archiv zum Thema „Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933 – 1945“. Außerdem gibt es eine sehr umfangreiche Ausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz über NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung sowie eine sehr umfangreiche Homepage des Fördervereins, zahlreiche Aufsätze von mir und auch Filmaufnahmen zu dieser Thematik. All dies – so mein Wunsch für die nächsten fünf Jahre – würde ich gern – mit Zustimmung des Fördervereins Mahnmal Koblenz – einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Mir schwebt dabei ein (kleines) NS-Dokumentationszentrum Koblenz vor, in das ich all dies einbringen möchte. Damit möchte ich mich aber nicht etwa aus der Gedenkarbeit zurückziehen, sondern sie im Gegenteil auf neue Füße stellen und noch mehr in die Öffentlichkeit hineintragen. Dabei könnte ich mir eine ehrenamtliche Tätigkeit in diesem Rahmen sehr gut vorstellen. All dies biete ich hier öffentlich an und hoffe sehr, beim Wort genommen zu werden.

Diese Idee kommt für Sie hier recht unvermittelt, denn bisher habe ich mit niemandem darüber gesprochen – mit Ausnahme natürlich meiner Frau. Aber die Verleihung des Kulturpreises der Stadt Koblenz 2008 für die Gedenkarbeit in der Stadt ist meiner Meinung nach ein sehr guter Anlass, diese Idee ernsthaft zu überdenken, aufzugreifen und in die Tat umzusetzen versuchen. Ich bin jedenfalls dabei!

Ich danke Ihnen allen!

 

 

(Fotos: Godehard Juraschek)

 


 

Anmerkungen:

01) Thema des Lehrauftrags für Joachim Hennig im Sommersemester 2002 an der Universität Koblenz-Landau, Institut für Geschichte; in Anlehnung an das Motto des Schülerwettbewerbs Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten 1982.

02) Joachim Hennig, Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933-1945. Eine Skizze in: Sachor, Zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz, 9. Jahrgang, 1999, Heft Nr. 17, S. 50 ff; Heft Nr. 18, S. 5 ff.

03) Joachim Hennig, "Seid einig, einig, einig" - Zur Erinnerung an Alfred Knieper (1909-1973), in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 33. Jahrgang, 2007, S. 533 ff, 543.

04) Wolfgang Hans Stein, Von rheinischen Richtern. Die Justizjuristen der Landgerichtsbezirke Koblenz und Trier im Nationalsozialismus, in: Ministerium der Justiz Rheinland-Pfalz (Hg), Justiz im Dritten Reich: Justizverwaltung, Rechtsprechung und Strafvollzug auf dem Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz (Schriftenreihe des Justizministeriums Rheinland-Pfalz Band 3, 2 Teilbände), 1995, S. 195 ff.

05) Franziska Augstein berichtet das in: Taten und Täter, ein Nachwort zu Hannah Arendt, Über das Böse, Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik, 2003, S. 177 ff, 193.

06) Joachim Hennig, Ausstellung aus Anlass der 60. Wiederkehr der Befreiung des KZs Auschwitz mit dem Thema "Es war eine Fahrt durch die Hölle", 2005. Diese Ausstellung kann auf der Homepage des Fördervereins Mahnmal Koblenz unter "Einzelausstellungen" eingesehen werden und ist beim Förderverein ausleihbar.

07) Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen, 2005; dies., Über das Böse, Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik, 2003

08) Harald Welzer, Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden, 2005, zit. nach Franziska Augstein, a.a.O. (Anm. 5), S. 190.

09) Joachim Hennig, Verfolgung und Widerstand in Koblenz, 1933-1945., a.a.O. (Anm. 2), Heft Nr. 17, S. 51.

10) Der Ausspruch, man entscheide immer "über dem Abgrund" stammt von dem umstrittenen NS-Rechtstheoretiker
Carl Schmitt (1888-1985).

11) Joachim Hennig, Kurzbiografie über Anna Speckhahn, in: Helmut Moll (Hg): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, 2 Bde., Paderborn, 1999, S. 590 ff. vgl. zu Anna Speckhahn auch die Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz, präsentiert auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de.

12) Joachim Hennig, Dr. Ernst Biesten (1884-1953). Demokrat in vier Epochen (Schriftenreihe des Ministeriums der Justiz, Band 4), 1996 und Dr. Ernst Biesten in: Karl-Friedrich Meyer (Hg): 50 Jahre Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit in Rheinland-Pfalz. Eine Chronik (Schriftenreihe des Ministeriums der Justiz, Band 7, 2 Teilbände) 1997, S. 205 ff, vgl. zu Ernst Biesten auch die Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz, präsentiert auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de.

13) Joachim Hennig, Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933-1945, a.a.O. (Anm. 2), Heft Nr. 17, S. 54, vgl. zu Johann Dötsch auch die Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz, präsentiert auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de.

14) Joachim Hennig, Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933-1945, a.a.O.(Anm. 2) Heft Nr. 17, S. 56; die Rechtsanwälte Dr. Arthur Salomon und Dr. Isidor Treidel werden auf Personentafeln in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

15) Joachim Hennig, Kurzbiografie zu Andreas Hoevel in: Heinz Monz (Hg): Trierer Biographisches Lexikon, 2000, S. 186; Anneliese und Andreas Hoevel werden auf Personentafeln in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

16) Joachim Hennig: "Seid einig, einig, einig" - Zur Erinnerung an Alfred Knieper (1909-1973), a.a.O. (Anm. 3); Alfred Knieper wird auf einer Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

17) Pfarrer Paul Schneider wurde von ihm in der dreiteiligen Vortragsreihe im Wintersemester 2002/03 bei der Volkshochschule in Koblenz "Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933-1945 - Verfolgung aus religiösen Gründen" porträtiert; er wird auch auf einer Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

18) Er wurde von Joachim Hennig ebenfalls in der dreiteiligen Vortragsreihe im Wintersemester 2002/2003, a.a.O. (Anm. 17) porträtiert; er wird auch auf einer Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

19) Über die in Boppard am Rhein geborene Juristin Maria Terwiel hat Joachim Hennig am 6. März 2000 in Boppard und im Rahmen der dreiteiligen Vortragsreihe im Wintersemester 2004/05 bei der Volkshochschule in Koblenz "Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933-1945 - Widerständler aus Koblenz und Umgebung" einen Vortrag gehalten; eine überarbeitete Fassung findet sich bei: Joachim Hennig, Maria Terwiel (1910-1943) - Eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus aus Boppard/Rhein, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 28. Jahrgang, 2002, S. 547 ff; Maria Terwiel wird auch auf einer Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

20) Der in Bad Ems geborene Pädagogikprofessor Adolf Reichwein wurde von Joachim Hennig ebenfalls in der dreiteiligen Vorlesungsreihe im Wintersemester 2004/05, a.a.O. (Anm. 19) porträtiert; er wird auch auf einer Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

21) Der in Koblenz geborene und aufgewachsene Armeepfarrer wurde von Joachim Hennig ebenfalls in der dreiteiligen Vorlesungsreihe im Wintersemester 2004/05, a.a.O. (Anm. 19) porträtiert; von Joachim Hennig stammt auch die kleine Biographie über ihn: Widerständiges Verhalten aus christlichem Glauben - Friedrich Erxleben (1883-1955) zum 50. Todestag, in : Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 30. Jahrgang, 2004, S. 509 ff; Erxleben wird auch einer Personentafel in der Dauerausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz biographiert und diese auf der Homepage www.mahnmalkoblenz.de präsentiert.

22) In diesem Sinne auch die neuen Forschungsergebnisse zusammenfassend: Joachim Hennig, Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Koblenzer Raum, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 31. Jahrgang, 2005, S. 381 ff.

23) Joachim Hennig, "Seid einig, einig, einig" - Zur Erinnerung an Alfred Knieper (1909-1973), a.a.O. (Anm.3), S. 609.