„Unser“ Zeitzeuge Werner Appel weiter aktiv
 
Immer wieder muss man feststellen, dass nur noch wenige Zeitzeugen, die über die Verfolgung in der NS-Zeit berichten können, zur Verfügung stehen. Eine wichtige Ausnahme macht da „unser“ Zeitzeuge Werner Appel. Auch im 88. Lebensjahr erzählt er gern und engagiert von seinem Leben und Überleben in der NS-Zeit  – und was aus ihm dann geworden ist. Selbst gewisse gesundheitliche Probleme halten ihn nicht davon ab, in Schulen und anderen Einrichtungen der politischen Bildungsarbeit Frage und Antwort zu stehen. So wird durch ihn Zeitgeschichte noch unmittelbar erfahrbar. Heute in Frankfurt am Main lebend und in Koblenz die NS-Zeit überlebend, ist er in Hessen und in Rheinland-Pfalz ein gefragter Zeitzeuge. Am 25. Juni 2015 war er Gast im Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach. Mit seinen sehr anschaulichen Berichten zog er in der Aula der Schule viele Zuhörer und Zuschauer in seinen Bann. Begleitet war er von der Frankfurterin Julianna Salzmann, Tochter des Kreuznacher Widerstandskämpfers Hugo Salzmann und ehemalige Schülerin dieses Gymnasiums, und von unserem stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig. Nach diesem wiederum sehr gelungenen Gespräch können sich die Koblenzer schon jetzt auf Werner Appel zum diesjährigen „Heimatbesuch“ und auf das Zeitzeugengespräch mit ihm freuen.

 

Das Abschlussfoto mit dem Zeitzeugen Werner Appel, rechts neben ihm Julianna Salzmann, rechts daneben der Koordinator für die Zeitzeugengespräche in Rheinland-Pfalz Ulrich Eymann, links von Werner Appel die beiden Schülerinnen, die das Gespräch organisiert haben, dabei auch unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig.


 

Bericht über die Mitgliederversammlung unseres Fördervereins am 16. Juni 2015
Zur diesjährigen Mitgliederversammlung konnte unser Vorsitzender Dr. Jürgen Schumacher die recht zahlreich erschienenen Mitglieder begrüßen. Wichtigste Programmpunkte waren der Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im letzten Jahr nebst dem Blick auf die wohl geordneten Finanzen, die turnusmäßigen Vorstandswahlen, die eine Bestätigung des bewährten Teams und den Hinzutritt der Schulleiterin Renate Schneider brachten, sowie der Ausblick auf die Aktivitäten des kommenden Jahres, bei dem wiederum die sehr erfolgreiche Medienpräsenz unseres Vereins und gerade der Internetauftritt im Vordergrund standen.
 
Die kleine Presseschau gibt einen Eindruck von der Mitgliederversammlung:
 
Artikel von "Wir von hier" - Beilage zur Rhein-Zeitung - Nr. 26 vom 3. Juli 2015 HIER lesen
 
Blick aktuell Nr. 22/2015 vom 2. Juli 2015 Seite 23 HIER lesen

Einladung zur Mitgliederversammlung.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Fördervereins findet am Dienstag den 16.Juni 2015 statt.

Die Einladung mit allen Informationen könne Sie HIER herunterladen ( PDF-Doku)

 


 

Der Widerständler Friedrich Erxleben in der Invalidensiedlung Berlin-Frohnau.
Seit vielen Jahren erinnert unser Förderverein Mahnmal Koblenz an den Koblenzer Armeeoberpfarrer des Ersten Weltkrieges und späteren Widerständler im Berliner "Solf-Kreis" Friedrich Erxleben. Erxleben entging in Berlin nur knapp der Ermordung durch die Justiz bzw. die Gestapo und war nach der Befreiung Pfarrer in der Moselgemeinde Müden. Jetzt wurde er  auch von dem Frohnauer Heimatforscher Klaus Pegler "entdeckt". In der neuesten Ausgabe des vom Grundbesitzer-Verein der Gartenstadt Berlin-Frohnau herausgegebenen Mitteilungsblattes berichtet er über Erxleben mit dem Thema "Widerstand in der Invalidensiedlung". Erxleben war in der Weimarer und in der frühen NS- Zeit Bewohner und Pfarrer des Invalidenhauses in Berlin-Mitte und ab 1939 wohnte und wirkte er in der Invalidensiedlung in Frohnau. Er freundete sich mit dem letzten Kommandanten der Siedlung Oberst Wilhelm Staele an und führte ihn in den "Solf-Kreis" ein. Staehle, Erxleben und weitere Mitglieder des Solf-Kreises wurden 1944 von der Gestapo verhaftet. Zuletzt kamen sie in das "Hausgefängnis" der Berliner Gestapo in der Lehrter Straße. Dort wurde Staehle am 23. April 1945 ermordet. Erxleben entging dem Massaker, dem zahlreiche Gestapohäftlinge zum Opfer fielen, nur knapp.
 
Aus Anlass dieser Ereignisse vor nunmehr 70 Jahren schildert der Artikel von Klaus Pegler das Leben und Wirken von Friedrich Erxleben und seine Jahre in der Frohnauer Invalidensiedlung. Unser Förderverein freut sich über diesen Beitrag aus Frohnau. Er zeigt nicht nur die weit über Koblenz hinausgehende Bedeutung Friedrich Erxlebens, sondern trägt die Erinnerung an ihn auch nach Berlin. Die Informationen zu ihm und seine Jahre in Frohnau sind zudem Mosaiksteine zu seiner Biografie. Eine solche wird unser Förderverein in diesem Jahr - im 60. Todesjahr Friedrich Erxlebens - in einem längeren Dokumentarfilm fertigstellen und der Öffentlichkeit präsentieren.

Einen "Gartenstadt"-Artikel vom April 2015  HIER lesen


 

Erinnerung an Dr. Karl Sack (1896 - 1945).
Aus Anlass der 70. Wiederkehr der Ermordung des höchsten Heeresrichters Dr. Karl Sack am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hält unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig einen Vortrag über diesen in Bosenheim (heute ein Stadtteil von Bad Kreuznach) geborenen Pfarrerssohn im Großen Sitzungssaal (Brückes 1) in Bad Kreuznach. Dabei macht der Referent auch deutlich, warum Sack, nach dem u.a. eine Straße in Bosenheim benannt ist, bis heute umstritten ist.

Weiterführende Informationen HIER lesen

Die Veranstaltung in der Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach HIER lesen

Einen Leserbrief der Allgemeine Zeitung vom 28. April 2015 HIER lesen

 


 

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