Hohe Anerkennung für langjährige Arbeit.


 Auf Vorschlag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck unserem stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) verliehen. Am 12. Oktober 2015 überreichte Staatssekretär David Langner die Auszeichnung Joachim Hennig für seine langjährige Gedenkarbeit. Bei der kleinen Feierstunde im Rathaus von Koblenz freuten sich außer der Familie und dem Vorstand unseres Fördervereins auch Landtagspräsident Joachim Mertes, der die Anregung zur Auszeichnung gegeben hatte, der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz Dr. Lars Brocker, Bürgerbeauftragter Dieter Burgard, zugleich Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten- und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit im heutigen Rheinland-Pfalz, Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger, Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Kulturdezernent Detlev Knopp und die gewählte Kulturdezernentin PD Dr. Margit Theis-Scholz. Unser Förderverein schließt sich den Glückwünschen an und verbindet damit die Erwartung, dass Joachim Hennig noch lange Zeit mit uns für die Gedenkarbeit in Koblenz und Umgebung aktiv ist.

Joachim Hennig bedankte sich für die Auszeichnung mit den nachfolgenden Worten:

Dank

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Langner, sehr geehrte, liebe Damen und Herren,

Dank möchte ich sagen für die überaus anerkennenden Worte, für die Ermutigung und Unterstützung in all den Jahren, für die Sympathie, für die Anregung zu dieser Auszeichnung und die Auszeichnung selbst. Dafür danke ich Ihnen allen, die Sie hierher gekommen sind, und auch unserer Ministerpräsidentin Malu Dreyer und unserem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Es war ein langer Weg bis hierher. Dafür ist es wohl die erste Auszeichnung dieser Art für die Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz. Sie tut genauso gut wie die Verleihung des Kulturpreises der Stadt Koblenz im Jahr 2008 und ist eine weitere, großartige Anerkennung für die Arbeit und die gesamte Thematik.

Die Gedenkarbeit und die Erinnerungskultur haben es schwer gehabt. Die erste offizielle Gedenkveranstaltung zum 20. Juli fand in Deutschland im Jahre 1954 statt – also genau 10 Jahre nach dem Attentats- und Umsturzversuch. Damals galten der Mehrheit der Bevölkerung die Männer des 20. Juli noch als Verräter, mal als „Hochverräter“, mal als „Landesverräter“ oder „Volksverräter“ – aber eben als „Verräter“. Welchen Kampf hatte Fritz Bauer zu dieser Zeit als Staatsanwalt im Remer-Prozess und Jahre später als hessischer Generalstaatsanwalt in den Auschwitz-Prozessen zu führen. Erst in den letzten Jahren ist ihm Gerechtigkeit widerfahren, zuletzt in dem vor einigen Tagen angelaufenen Film mit dem viel sagenden Titel: „Der Staat gegen Fritz Bauer“.

Welchen Weg sind wir seitdem gegangen – als Individuen, als Gesellschaft und als Staat! Sicherlich hat uns allen der Zeitablauf geholfen. Heute steht nicht mehr die politisch-justizielle Auseinandersetzung mit den Folgen der Hitler-Diktatur und ihrer Verbrechen im Vordergrund, wir haben nicht – wie es Fritz Bauer anlässlich des Auschwitz-Prozesses noch eingefordert hatte – „Gerichtstag (zu) halten über uns selbst“.

Vielmehr geht es heute – noch immer – entscheidend um die wissenschaftliche Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und um die Vermittlung dieser Vergangenheit. Dabei hat diese Arbeit eine Verbreiterung und Vertiefung erfahren. Im Vordergrund stehen längst nicht mehr „nur“ der „große“ Widerstand, etwa der des 20. Juli, und auch nicht „nur“ der Holocaust im Osten, sondern ganz konkret gerade auch die Geschichte und die Menschen vor Ort. Stichworte sind das Motto des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten Anfang der 1980er Jahre: „Nicht irgendwo, sondern hier bei uns“ und die „Graswurzelarbeit“ der sog. Hobbyhistoriker: „Grabe da, wo Du stehst!

Diese Arbeit hier in Koblenz hat recht beachtliche Ergebnisse und Erfolge gebracht, wenn sie auch nur von wenigen oft als „Einzelkämpfer geleistet wurde. Aber eins muss man Koblenz und den Koblenzern lassen: Es gab und es gibt einen breiten Konsens über diese Arbeit bei den wichtigen, im Stadtrat vertretenen Parteien. Das hat gut getan – genauso wie es gut getan hat und immer wieder gut tut, diesen Konsens bei den wichtigen Parteien und ihren Repräsentanten in unserem Land festzustellen.

Ich wünsche mir und uns allen, dass das auch so bleibt. Denn mit dieser Arbeit geht es nicht nur um die Aufarbeitung und Darstellung der Vergangenheit. Die Aufgabe ist viel größer und umfassender. Zum einen geht es um den Respekt und um die Empathie für die überlebenden und die toten Opfer des Nationalsozialismus und ihre Angehörigen. Und zu anderen geht es um den Erwerb von historischem Bewusstsein, um die Entwicklung einer demokratischen Grundhaltung und die Förderung von Urteilsvermögen und Handlungskompetenz. Die Aufgabe heißt historisch-politische Bildung. Und das nicht nur an bestimmten Jahres- und Gedenktagen und bestimmten Gedenk- und Erinnerungsorten, sondern immer und immer wieder. Die Gedenkarbeit und Erinnerungskultur dürfen kein bloßer Reflex der Politik sein – ein Reflex der Politik und der Politiker etwa dann, wenn Asylbewerberunterkünfte brennen. Gedenkarbeit und Erinnerungskultur wollen etwas bewirken und verändern: Empathie und Respekt gegenüber den Opfern und auch Wertschätzung für Menschen mit Zivilcourage fördern. Sie wollen Menschen herausstellen, die Widerstand gegen Unrecht leisteten und für die Werte der Demokratie, der Menschenrechte und des Friedens gekämpft haben – damit wir alle, die Deutschen und die Nichtdeutschen, die Älteren und die Jüngeren, uns daran ein Vorbild nehmen und dem nacheifern. Das haben wir in den letzten 70 Jahren geschafft. Wir werden es auch unter den neuen Herausforderungen schaffen. Dieser Orden ist eine Auszeichnung für geleistete Arbeit und eine Verpflichtung für die Zukunft. – Ich danke Ihnen allen und hoffe sehr auf Ihre Ermutigung und Unterstützung!

 
Foto: Natascha Desgronte
 
Über die Verleihung wurde wiederholt in den Medien berichtet. Ein Interview mit Joachim Hennig sendeten das Mittagsmagazin des SWR4 - Studio Koblenz - und Antenne 98.0.
Die Printmedien brachten längere Artikel über die Ehrung:


Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz HIER lesen

LokalAnzeiger - Koblenzer Schängel HIER lesen

Blick aktuell - Ausgabe Koblenz HIER lesen

 


 

 

 

 

 

 


 

Heimatbesuch ehemaliger jüdischer Koblenzer Bürger 2015

Auch in diesem Jahr besuchten wieder ehemalige jüdische Bürger aus Koblenz und Umgebung ihre alte Heimat, aus der sie und ihre Eltern vor dem Rassenwahn der Nazis noch rechtzeitig hatten fliehen können. Das Treffen, das wie jedes Jahr von der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit organisiert wurde, fand dieses Jahr zum 30. Mal statt. Wie Herr Elmar Ries von der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu berichten wusste, begann diese Tradition im Jahr 1985 im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten des Hilda-Gymnasiums zu seinem 150-jährigen Bestehen. Seitdem fand der Heimatbesuch – bis auf einmal – jedes Jahr statt. Das war damals – wie sich Herr Ries erinnerte – ein großes Wiedersehen der Besucher mit ihrer Heimatstadt und ein Kennen lernen mit vielen ehemaligen Koblenzern. Auch in den folgenden Jahren waren die Besucher zahlreich, es kamen immer wieder neue hinzu. Inzwischen ist der Kreis kleiner geworden. Viele Besucher früherer Jahre leben nicht mehr oder die Flugreise aus den USA oder Israel und der Aufenthalt hier sind für sie zu beschwerlich geworden. Gern wären mehr Gäste gekommen, wie der Eintrag von Frau Tami Blaettner aus Petah-Tikva, der israelischen Partnerstadt von Koblenz, auf der Homepage des Fördervereins Mahnmal Koblenz zeigt:

Tami BlaettnerSamstag, 15. August 2015 23:23 | Petach Tikwah, Israel

Hello Mr. Henning,
Because of the many mistakes I make when writing in German, I decided to write to you in English.
I still have not thanked you for the great dinner evening 2 years ago. Shame on me.
I'm not coming to Koblenz tomorrow either because I have got a new grand daughter and want to stay near her. I very much hope that next year I will be able to come to Koblenz again. I miss the meetings and the city.
I look into your sight every now and then and find interesting thing to see and read about. Thank you for that.
Greetings to you and your wife
Tami Blaettner

Aus Israel gekommen waren dieses Jahr Ronet und Israel Rubinstein. Sie wurden von Herrn Elmar Ries ganz besonders herzlich begrüßt, hat er doch Frau Rubinsteins inzwischen verstorbenen Vater Joel Bermann bei dessen Heimatbesuch in den 1980er Jahren kennen gelernt.

Wenn es auch ein kleiner Kreis mit Frau Lea Sassoon aus Tel-Aviv und den Geschwistern Appel – Werner, Ruth und Marlene und deren Kindern – war, so waren es doch für alle Teilnehmer wieder erinnerungs- und erlebnisreiche Tage in Koblenz und Umgebung. Am Ende der Woche gingen die Besucher und ihre Freunde und Bekannten mit der erklärten Absicht auseinander: „Wenn es die Gesundheit zulässt, dann kommen wir im nächsten Jahr wieder!“

Die Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz - berichtete in ihrer Ausgabe von Dienstag, den 18. August 2015, anlässlich der Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof in Koblenz über den Heimatbesuch (HIER lesen)

Beim Mittagessen im Koblenzer Weindorf:



mit Herrn Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig am Mittwoch im Weindorf in Koblenz
(Foto: Stadtverwaltung Koblenz)
 
 

mit dem Geistlichen Rat Werner Schlenzig von der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit Koblenz, Frau Lea Sassoon und Frau Christel Appel.

 

 
 Eheleute Werner und Christel Appel
 

 Ruth Homrighausen und Israel Rubinstein

 


Im Hotel Brenner:
 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


In Güls bei der Weinprobe:
 


 

 


 
Zum Abschluss: gemütliches Beisammensein
 

 

Weitere Pressemeldungen:

Rhein-Zeitung. Wir von hier - Heimatausgabe Koblenz - vom 28. August 2015 (HIER lesen)
 
Blick aktuell - Ausgabe Koblenz - vom 27. August 2015, Seite 20. (HIER lesen)


 

 

 

 

 

 

Unvergessen: Friedrich Erxleben
 
Seit vielen Jahren ist es ein besonderes Anliegen unseres Fördervereins, die Erinnerung an Prof. Dr. Friedrich Erxleben, den in Koblenz geborenen Armeeoberpfarrer des I. Weltkrieges, Freund von Gelehrten, Schriftstellern und Politikern, Widerständler im Solf-Kreis und Gemeindepfarrer in Müden/Mosel, wach zu halten. Dazu hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig schon zum 50. Todestag Erxlebens, am 9. Februar 2005, mit Müdener Bürgern eine szenische Lesung gehalten, eine Personentafel in unserer Dauerausstellung erarbeitet und einen größeren Aufsatz über ihn im Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 2004 veröffentlicht.
 
Jetzt im 60. Todesjahr Erxlebens ist zunächst ein kleinerer Aufsatz über ihn als Bewohner und Seelsorger der Frohnauer Invalidensiedlung in Berlin von dem Frohnauer Heimatforscher Klaus Pegler erschienen. Aber nicht nur im fernen Berlin, sondern ganz nah erinnert man sich an Friedrich Erxleben. Und wie! Mit besonderer Freude haben wir von einer Publikation eines Müdener Bürgers und Zeitzeugen Friedrich Erxlebens erfahren. Rudolf Bertgen, weiland Kommunionkind bei „seinem“ Müdener Pfarrer Erxleben, hat aus Eigeninitiative ein Bändchen zu seinem Gedenken erarbeitet und jetzt herausgebracht. Aufbauend auf den Forschungen und Arbeiten von Joachim Hennig hat er noch manches schöne Lokalkolorit von Müden präsentiert und dazu andere Zeitzeugen befragt und bisher unbekannte Briefe und Fotos zusammengetragen. Das Bändchen spiegelt die Warmherzigkeit und Liebe Erxlebens zu den Menschen wider. Der Autor bringt ihn den Lesern so nahe, dass man kaum glauben mag, dass Friedrich Erxleben schon vor 60 Jahren gestorben ist. Bei der Lektüre spürt man richtig, wie lebendig ist er noch ist – bei dem Autor, aber auch in der ganzen Gemeinde Müden. Da denkt man an das geflügelte Wort: „Ein Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“

Die Umschlagseite der Broschüre können Sie HIER ansehen

Zeitungsartikel aus: Rhein-Zeitung Nr. 192 vom 20. August 2015, S. 18; Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Cochem, "Stadt- und Landbote", Ausgabe 35/2015, vom  28. August 2015, Seite 56; u.a. HIER lesen
 
Das Bändchen kann zum Preis von 6.- € zuzüglich Porto erworben werden bei dem Autor: Rudolf Bertgen, Görresstraße 22, 56254 Müden/Mosel, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Und diese hier angezeigte Broschüre wird nicht die vorläufig letzte Erinnerung an Friedrich Erxleben sein. Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig und „unser“ Techniker und Filmer Herbert Bartas haben sich für die nächsten Monate vorgenommen, einen schon länger erarbeiteten Dokumentarfilm über Friedrich Erxleben zu Ende zu bringen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 


 

12. SS-Eisenbahnbaubrigade
 
In den letzten Monaten und Wochen des Zweiten Weltkrieges waren im Westen des damaligen Deutschland Arbeitskommandos mit Häftlingen aus Konzentrationslagern eingesetzt. Ihre Aufgabe bestand darin, Schäden im Verkehrsnetz der Reichsbahn zu beseitigen, die durch die immer heftiger und zerstörerischer werdenden Luftangriffe der Amerikaner und Briten entstanden waren. Diese „Konzentrationslager auf Schienen“ sollten die zerstörten Nachschublinien in Stand setzen, Rangierbahnhöfe, Brücken und Gleisanlagen wieder herrichten und so die letzten Offensiven der deutschen Wehrmacht im Westen ermöglichen und sichern.
Die Geschichte dieser insgesamt acht  „Rollenden KZ“ ist weitgehend unbekannt. Das Wissen darum beschränkt sich im Wesentlichen auf die vor zehn Jahren von der Historikerin Dr. Karola Fings veröffentlichte Dissertation: „Krieg, Gesellschaft und KZ: Himmlers SS-Baubrigaden“. Angeregt durch frühe Recherchen des Bad Kreuznacher Gewerkschafters, Kommunisten, Kommunalpolitikers, Emigranten, Widerstandskämpfers und Künstlers Hugo Salzmann, der als erster und unermüdlich das Schicksal der 12. SS-Eisenbahnbaubrigade aufgeklärt und die Erinnerung an ihre Opfer wach gehalten hat, hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig die Geschichte der 12. SS-Eisenbahnbaubrigade zwei Jahre lang erforscht. Schon im letzten Jahr hat er in einem Vortrag bei der Stiftung Haus der Stadtgeschichte Bad Kreuznach die wesentlichen Ergebnisse vorgestellt. Inzwischen hat er unter dem Titel: „Rollendes KZ – Die 12. SS-Eisenbahnbaubrigade in Kamp/Rhein, Bad Kreuznach und anderswo“ einen größeren Aufsatz geschrieben, der im Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 2015 erscheinen wird. Am 17. September 2015 um 18 Uhr geben Frau Dr. Karola Fings (Köln) und Joachim Hennig in einer Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Mainz Einblick in diese bis heute so gut wie unbekannt gebliebene Geschichte der SS-Eisenbahnbaubrigaden.
 
Wenn Sie HIER klicken, kommen Sie zur Einladung der Landeszentrale für politische Bildung zu dieser Veranstaltung.  Die Landeszentrale bittet bei Interesse aus organisatorischen Gründen um Anmeldung per Email unter:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder per Telefon 0 61 31 / 16 2970.

 

 


 

Protokoll der 23. Mitgliederversammlung des Fördervereins Mahnmal Koblenz

 16. Juni 2015, 19.00 Uhr, im Truppendienstgericht Süd, Mainzer Straße, Koblenz.

Anwesend waren die aus der Teilnehmerliste ersichtlichen Mitglieder. Beginn der Sitzung: 19.00 Uhr.

 

TOP 1                        Begrüßung durch den Vorsitzenden

 

Dr. Jürgen Schumacher begrüßte die Erschienenen und eröffnete die Versammlung.

Bzgl. der mit der Einladung bekanntgegebenen Tagesordnung bestanden keine Änderungs- bzw. Ergänzungswünsche.

Sodann wurden die weiteren Tagesordnungspunkte (TOP) wie folgt behandelt:

 

TOP 2                        Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung

 

Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung wurde ohne Änderungen/Ergänzungen angenommen. Dr. Jürgen Schumacher dankte Eberhard Pförtner für die Erstellung.

 

TOP 3:           Rechenschaftsbericht des Vorstands (21.05.2014-16.06.2015)

 

Joachim Hennig trug zu den Aktivitäten des Fördervereins im Berichtszeitraum vor.

Im Einzelnen wurde u. a. hierüber informiert:

 

  • Ausstellung zur 70. Wiederkehr des 20. Juli 1944, Sparkasse Koblenz

(Teile dieser Ausstellung beim Rheinland-Pfalz-Tag in Neuwied)

 

  • Heimatbesuch 2014

 

  • 9. Verlegeaktion von „Stolpersteinen“ in Koblenz

 

  • Sendereihe „Hör-Stolpersteine“ des SWR 2

 

  • Gedenkveranstaltung 27. Januar 2015 mit Ausstellung „Es war eine Fahrt durch die Hölle“ – 70 Jahre Befreiung des KZ Ausschwitz“

 

  • Zeitzeugengespräche mit Werner Appel

 

  • Putzaktionen bzgl. der Stolpersteine durch Schülergruppen aus Koblenz (Heinz Rinck)

 

  • Betreuung von Schülerinnen u. Schülern bei Arbeiten zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

 

  • Homepage des Fördervereins

 

  • Vorträge, Aufsätze und Tätigkeiten des stv. Vorsitzenden Joachim Hennig in überörtlichen Gedenkgremien

 

 

Dr. Jürgen Schumacher dankte dem stellvertretenden Vorsitzenden für den Überblick und wies darauf hin, dass der Förderverein im Berichtszeitraum gute und allseits anerkannte Gedenkarbeit geleistet hat.

 

 

TOP 4:           Bericht des Schatzmeisters und der Kassenprüfer

 

Alexander Wolff stellte den Kassenbericht vor und erläuterte die einzelnen Posten sowie das Gesamtergebnis. ( Nichtöffentlich, bitte beim Vorstand anfragen)

 

Die Buchführung erwies sich als korrekt, sämtliche notwendigen Belege sind vorhanden und die vorgenommenen Ausgaben sind sämtlich begründet. Die Kassenführung entspricht ohne Einschränkung den Vorgaben in der Satzung des Fördervereins.

 

Dr. Jürgen Schumacher dankte dem Schatzmeister und den Kassenprüferinnen Monika Sauer und Helmi Jahnke für ihr Engagement.

 

TOP 5:           Aussprache zu TOP 3 und 4

 

Es ergab sich kein Diskussionsbedarf.

 

TOP 6:           Entlastung des Vorstandes

 

Dem Schatzmeister Alexander Wolff wurde auf Antrag durch einstimmigen Beschluss der anwesenden Mitglieder bei eigener Enthaltung Entlastung bzgl. der Kassenführung erteilt.

 

Dem Vorstand des Fördervereins wurde auf Antrag durch einstimmigen Beschluss bei jeweils eigener Enthaltung der Vorstandsmitglieder Entlastung erteilt.

 

TOP 7:           Neuwahl des Vorstandes

 

Frau Ilona Schumacher wurde vom Vorsitzenden mit der Wahlleitung beauftragt.

 

Da außer Dr. Frank Tiedemann alle bisherigen Vorstandsmitglieder erneut kandidierten und außer Renate Schneider, die sich auf die frei gewordene Position des Beisitzers bewarb, keine weitere Person für ein Vorstandsamt kandidierte, erfolgte die Wahl der Vorstandsmitglieder offen und als Blockwahl.

 

Es kandidierten:

 

- Dr. Jürgen Schumacher für das Amt des Vorsitzenden          

- Joachim Hennig für das Amt des ersten stellvertretenden Vorsitzenden

- Heribert Heinrich für das Amt des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden

- Alexander Wolff für das Amt des Schatzmeisters

- Eberhard Pförtner für das Amt des Schriftführers

- Renate Schneider für das Amt des ersten Beisitzers

- Bodo Zielinski für das Amt des zweiten Beisitzers

 

Die Vorgenannten wurden einstimmig per Handzeichen zu Vorstandsmitgliedern des Fördervereins Mahnmal gewählt. Alle nahmen die Wahl an.

 

TOP 8:           Wahl der KassenprüferInnen

 

Außer Monika Sauer (in Abwesenheit) und Helmi Jahnke kandidierte niemand für das Amt.

Beide wurden bei einer Enthaltung per Handzeichen zu Kassenprüfern des Fördervereins Mahnmal gewählt.

 

Dr. Jürgen Schumacher dankte allen Gewählten für ihr Engagement für den Förderverein.

 

TOP 9:           Haushalts- und Programmübersicht

 

Auch im letzten Jahr gab es wieder Versuche von Betrügern, die Inan­spruchnahme von Leistungen von Internetanbietern durch die Ermäch­tigung zum Einzug von unserem Konto zu bezahlen. Inzwischen ist das durch Eintrag eines diesbezüglichen Sperrvermerks jedenfalls ohne Rücksprache mit dem Schatzmeister nicht mehr möglich.

 

In der näheren Zukunft sind u.a. folgende Aktivitäten in der Planung:

 

  • Französischsprachige Fassung der virtuellen Ausstellung Hugo Salzmann für die Homepage des Fördervereins

 

  • Aufsatz Joachim Hennig zum Thema: Rollendes KZ – Die 12. SS-Eisenbahnbaubrigade in Kamp/Rhein, Bad Kreuznach und anderswo“ “ im Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 2015

 

  • Heimatbesuch 2015

 

  • Vortrag von Joachim Hennig über die 12. SS-Eisenbahnbaubrigade am 17. September 2015 in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz

 

  • Stolpersteinverlegungen 2016

 

  • Dokumentarfilm über den Widerständler Armeeoberpfarrer Dr. Friedrich Erxleben aus Koblenz und Mitglied des „Solf-Kreises“

 

  • Wanderausstellung der Stiftung Scheuern ergänzt durch regionalen Teil des Fördervereins zum Thema „Zwangssterilisation und Krankenmorde“ zum internationalen Gedenktag 27. Januar 2016 in Koblenz

 

  • Präsentation unserer Ausstellung „Verfolgung und Widerstand im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz“ im Landesbibliothekszentrum Koblenz im März 2016

 

TOP 10:        Verschiedenes

 

  • Dr. Jürgen Schumacher dankte dem bisherigen Beisitzer Dr. Frank Tiedemann im Namen aller Mitglieder für seine Tätigkeit und sein Engagement für den Förderverein.

 

  • Heinz Rinck berichtete, dass sich die in Koblenz ansässigen muslimischen Gemeinden an den Putzaktionen bzgl. der Stolpersteine zukünftig beteiligen wollen. Er fragt an, ob eine gemeinsame Veranstaltung unter Teilnahme auch christlicher und jüdischer Gemeinden durch den Förderverein unterstützt werden kann. Joachim Hennig wies darauf hin, dass die kulturellen und geschichtlichen Unterschiede hier zu Problemen führen dürften. Er habe bereits zweimal versucht, den Ansatz des Fördervereins zu vermitteln, was sich jedoch als schwierig erwiesen habe. Vielleicht könnte dies bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit Jugendlichen eher gelingen.

 

  • Gertrud Zielinski wies darauf hin, dass bereits im Jahr 2002 die Ausstellung aus Scheuern vom Förderverein in der Christuskirche gezeigt worden sei. Joachim Hennig machte deutlich, dass es sich 2016 nur um einen Teil dieser Ausstellung handeln solle, der deutlich durch regionale Tafeln des Fördervereins ergänzt werde. Im Begleitprogramm wäre eine Fahrt nach Hadamar erstrebenswert, da sich dort ebenfalls eine sehr eindrucksvolle Ausstellung zum Thema befinde.

 

  • Das Thema STRALAG Limburg/Diez – Außenlager Bendorf wird durch die Landesarbeitsgemeinschaft betreut. Der Förderverein trägt hierzu bei.

 

Dr. Jürgen Schumacher bedankte sich bei den erschienenen Mitgliedern für ihr Engagement und die Teilnahme und beendete die Mitgliederversammlung um 20:15 Uhr.

 

Koblenz, den 16. Juli 2015

 

 

 

Eberhard Pförtner                                                                           Dr. Jürgen Schumacher

  - Schriftführer -                                                                                   - Vorsitzender –

 

 

 

 

Hinweis des Schriftführers:

 

Um dem Förderverein Mahnmal Portokosten zu sparen und die Übermittlung von Informationen, Protokollen etc. möglichst zeitnah zu gestalten, bitte ich Sie – soweit nicht bereits geschehen - um Mitteilung Ihrer E-Mail Adresse an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ich werde Ihnen Schriftstücke des Fördervereins dann zukünftig an Ihre E-Mail Adresse übersenden.

Herzlichen Dank !

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