Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Informationen von 2018

Straßenbenennungen nach Widerstandskämpfern


In seiner Reihe über die "Erinnerung an NS-Opfer" bleibt unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig beim Thema Straßenbenennungen und Widerständler bzw. NS-Opfer. Dabei zeigt er auf, dass es nur eine einzige Straße in Koblenz gibt, die bewusst nach regionalen Widerständlern benannt wurde. Das ist die Hoevelstraße, benannt nach dem Ehepaar André und Anneliese Hoevel. Beide waren Kommunisten, die nach Jahren in Gefängnissen und Konzentrationslagern in Koblenz-Metternich die Kraft und den Mut hatten, während des Zweiten Weltkriegs ihre politische Identität zu bewahren und Antikriegspropaganda zu machen. Die Straßenbenennung nach ihnen ist aber vor mehr als 70 Jahren geschehen. Seitdem hat die Stadt Koblenz das Gedenken an NS-Opfer bei solchen Benennungen sehr vernachlässigt. Hennig plädiert dafür, dies endlich zu ändern. Dazu bieten sich seiner Meinung nach als erstes Straßen mit problematischen Namensgebern an, die dann nach Widerständlern und NS-Opfern umbenannt werden müssten.
 
Lesen Sie Hier den Artikel im "Schängel" Nr. 30 vom 25. Juli 2018.

 

 


 

Straßenbenennungen - nach Koblenzer Widerstandskämpfern?
 
Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig setzt seine Reihe im "Schängel" über die Erinnerung an NS-Opfer auch im Sommer fort. In der neuen Folge beschäftigt er sich mit drei Benennungen von Koblenzer Straßen, die nach Darstellung des Stadtrates drei Widerstandskämpfern gewidmet sind. Hennig zeigt, dass alle drei ehemalige Stadträte (Maria Detzel, Veit Rummel und Helene Rothländer) keine Widerstandskämpfer bzw. Widerständler waren. Maria Detzel und Helene Rothländer - von Veit Rummel weiß man nur, dass er bei der Abstimmung im Stadtrat über die Ehrenbürgerschaft Hitlers von SA-Leuten aus dem Saal geführt wurde und dann einige Jahre später starb - waren vielmehr als ehemalige Mandatsträgerinnen von SPD und CDU kurzzeitig (vor allem im Rahmen der Aktion "Gewitter" nach dem 20. Juli 1944) in Gestapohaft. Hennig kritisiert, dass diese Straßenbenennungen wenig kompetent und auch parteilich erfolgten, denn Stadtverordnete der KPD, die wegen ihrer politischen Einstellung in Konzentrationslager verschleppt und misshandelt wurden, hatte man von einer Ehrung ausgeschlossen.
 
Lesen Sie HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 29 vom 18. Juli 2018.

 

 


 

Hanns-Maria-Lux - Ehrung für einen NS-Funktionär

Die kleine Reihe über sehr problematische Straßennamen in Koblenz - innerhalb der Reihe über die Erinnerung an NS-Opfer - ist jetzt zum Abschluss gekommen. Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig hat als letzten den in Trier geborenen und viele Jahre in Koblenz lebenden und arbeitenden Jugendschriftsteller und Lehrer Hanns Maria Lux porträtiert. Nach Lux ist ebenfalls eine Straße in Koblenz benannt, auch ist er Ehrenbürger der Stadt Oberwesel. In den letzten Jahren ist die Benennung der Straße nach Lux kritisiert worden. Jetzt hat der ehemaliger Lehrer, studierte Germanist und Politikwissenschaftler Dr. Walter Karbach eine sehr umfangreiche und exakte Biografie über ihn geschrieben: "Hanns Maria Lux und die Nazis - Eine Erkundung". Diese hat die Diskussion über Hanns Maria Lux neu belebt. Hennig hat dies zum Anlass genommen, die Benennung der Hanns-Maria-Lux-Straße ebenfalls zu kritisieren.
 
Lesen Sie dazu HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 28 vom 11. Juli 2018.

 

 


 

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