Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Informationen von 2018

Straßenbenennungen nach NS-Opfern - und nicht nach NS-Tätern
 
Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig setzt seine Reihe über die Erinnerung an NS-Opfer folgt mit Vorschlägen zu Straßenbenennungen in Koblenz. Dabei stehen - nachdem er in den letzten Wochen die Benennung von Straßen nach NS-Tätern kritisiert hat - die Umbenennung dieser Straßen im Vordergrund. Diese sollen nach NS-Opfern heißen. In der ersten Folge dieser kleinen Reihe macht er sich stark für eine Anna-Speckhahn-Straße, in die die nach dem Kriegsverbrecher Friedrich Syrup benannte Straße im Rauental in Koblenz umbenannt werden sollte. Anna Speckhahn war eine gläubige Katholikin, die als einfache Frau immer wieder die Nazis kritisierte und Kontakt zu Juden hielt. Der Koblenzer Gestapo war sie ein Dorn im Auge. Als eine Nachbarin sie denunzierte, kam sie in "Schutzhaft", erst im Gefängnis Koblenz, dann im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Nach einigen Wochen starb sie gedemütigt, entkräftet und allein. Ihr Schicksal war für ihre Pfarrgemeinde St. Elisabeth im Rauental Anlass, den Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz zu initiieren. Jetzt soll eine Straße nach Anna Speckhahn benannt werden.
 
Lesen Sie HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 33 vom 15. August 2018.

 

 


 

Straßenbenennungen nach NS-Opfern.


Nachdem sich unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig in den letzten Folgen der Reihe "Erinnerung an NS-Opfer" an die sehr problematischen Straßenbenennungen nach NS-Tätern bzw. nach Männern mit tiefbrauner Vergangenheit beschäftigt hat, setzt er jetzt seine Reihe fort mit Straßenbenennungen nach NS-Opfern aus Koblenz. Dabei stellt er fest, dass es nur sehr wenige Benennungen nach NS-Opfern gibt. Bei manchen war offensichtlich nicht einmal bekannt, dass sie unter der NS-Herrschaft Verfolgung erlitten bzw. zu befürchten hatten. Er plädiert dafür, dass die Stadt endlich ein Konzept für Straßenbenennungen erarbeitet und dann auch umsetzt. Dazu gehört, dass sehr problematische Straßennamen endlich und schnell ersetzt werden. Dies sollte durch Namen von NS-Opfern geschehen.
 
Lesen Sie HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 32 vom 8. August 2018.



 

Straßenbenennungen nach Widerstandskämpfern


In seiner Reihe über die "Erinnerung an NS-Opfer" bleibt unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig beim Thema Straßenbenennungen und Widerständler bzw. NS-Opfer. Dabei zeigt er auf, dass es nur eine einzige Straße in Koblenz gibt, die bewusst nach regionalen Widerständlern benannt wurde. Das ist die Hoevelstraße, benannt nach dem Ehepaar André und Anneliese Hoevel. Beide waren Kommunisten, die nach Jahren in Gefängnissen und Konzentrationslagern in Koblenz-Metternich die Kraft und den Mut hatten, während des Zweiten Weltkriegs ihre politische Identität zu bewahren und Antikriegspropaganda zu machen. Die Straßenbenennung nach ihnen ist aber vor mehr als 70 Jahren geschehen. Seitdem hat die Stadt Koblenz das Gedenken an NS-Opfer bei solchen Benennungen sehr vernachlässigt. Hennig plädiert dafür, dies endlich zu ändern. Dazu bieten sich seiner Meinung nach als erstes Straßen mit problematischen Namensgebern an, die dann nach Widerständlern und NS-Opfern umbenannt werden müssten.
 
Lesen Sie Hier den Artikel im "Schängel" Nr. 30 vom 25. Juli 2018.

 

 


 

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