Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Vortrag des stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Joachim Hennig über die Verfolgung polnischer Zwangsarbeiter im nördlichen Rheinland-Pfalz. -

Aus Anlass des nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialimus zeigt die Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. (AGF) Trier zusammen mit Kooperationspartnern vom 16. Januar bis 11. Februar 2012 in Trier die Ausstellung "Erinnerung bewahren - Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939 - 1945". Ergänzt wird die Ausstellung durch Personentafeln des Fördervereins Mahnmal Koblenz, die dieser zum Schicksal polnischer Zwangsarbeiter im heutigen nördlichen Rheinalnd-Pfalz erarbeitet hat. Im Beiprogramm zu dieser Ausstellung wird der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Joachim Hennig am Mittwoch, dem 25. Januar 2012, in der VHS Trier, Domfreihof 1b, um 19.00 Uhr einen Vortrag mit dem Titel halten: "'Es war die Tragödie meines Lebens - Lebens- und Leidenswege polnischer Zwangsarbeiter im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz".


Den Flyer zur Veranstaltung können Sie
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27. Januar 2012 - An die Opfer erinnern und neuem Rassismus entgegentreten


Vielfältige Gedenkveranstaltungen. Programmheft zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erschienen -


Das Erinnern und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft wird auch im Jahr 2012 von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragen. Dies dokumentiert das neue gemeinsam vom Landtag Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz herausgegebene Programmheft zum Gedenktag am 27. Januar 2012. Die Broschüre enthält alle Ausstellungen und Veranstaltungen, die aus Anlass des Gedenktages im Januar und Februar in Mainz und in den Gedenkstätten des Landes in Osthofen und Hinzert an das Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Hinzu kommt eine Auswahl weiter Veranstaltungen im Lande.

Viele Veranstaltungen rücken das Schicksal von Sinti und Roma in den Mittelpunkt des Gedenkens. Im Vorwort des Programmhefts erklärt Landtagspräsident Joachim Mertes: „Lange Zeit waren die Sinti und Roma verleugnete Opfer des Nationalsozialismus. Es wurde sogar bestritten, dass sie aus rassischen Gründen verfolgt wurden, obwohl bereits die Nürnberger Rassengesetze von 1935 auf Sinti und Roma ebenso wie auf Juden angewandt wurden. Der Landtag möchte dazu beitragen, über den Völkermord an dieser Minderheit aufzuklären und Vorurteile, die auch heute noch bestehen, zu überwinden.“

Im Landtag wird vom 11. Januar bis zum 3. Februar vom Kultur- und Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma entwickelte Wanderausstellung, zu welcher auch ein pädagogisches Programm für Schulklassen und Jugendgruppen angeboten wird. In der Kirche St. Bonifaz in Mainz wird außerdem am 26. Januar ein Konzert der Roma und Sinti Philharmoniker stattfinden. Das Konzert in Sankt Bonifaz wird das erste des Orchesters in Rheinland Pfalz sein. Die Philharmoniker werden hier als Streichorchester auftreten.

Aber nicht nur in der Landeshauptstadt, auch an anderen Orten in Rheinland-Pfalz wird von Gedenkinitiativen an das Schicksal der Sinti und Roma erinnert, so z. B. mit Konzerten verschiedener Ensembles‘ in Daun und Frankenthal.

Auch die Gedenksitzung des Landtags am 27. Januar ist insbesondere der Opfergruppe der Sinti und Roma gewidmet. Im Mittelpunkt der Gedenksitzung des Landtags, in der auch Landtagspräsident Joachim Mertes und Ministerpräsident Kurt Beck sprechen werden, stehen die Gedenkansprache von Jacques Delfeld und die Rede Prof. Dr. Wolfgang Benz.

Präsident Joachim Mertes betont deshalb: „Im parlamentarischen Leben gibt es Momente, die den Alltag der politischen Auseinandersetzung unterbrechen und die entscheidenden demokratischen Gemeinsamkeiten in den Blick rücken. Ich denke hier besonders an die jährlichen Plenarsitzungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und auch die sie begleitenden Ausstellungen.“

Darüber hinaus wird in zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land der Angehörigen weiterer Opfergruppen gedacht, unter anderen der politisch Verfolgten, der Emigranten, der Opfer der Krankenmorde und der jüdischen Opfer der Shoah.

Programmheft zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus HIER DOWNLOADEN

Die Veranstaltungen des Fördervereins finden Sie im Programmheft auf den Seiten 29 und 30

 

 


 

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