Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Neue Ausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz.

„Erste Aufgabe ist die Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts“.

Der 20. Juli 1944 und Widerständler aus dem heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz“

 

Aus Anlass der 70. Wiederkehr des Attentats von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler am 20. Juli 1944 und des anschließenden Umsturzversuchs präsentiert der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. eine selbst erarbeitete Ausstellung mit Biografi en von Widerständlern u.a. Das Motto der Ausstellung ist der Erklärung einer Regierung Beck/Goerdeler entnommen, die nach dem Tod Hitlers vorübergehend die Geschäfte der Reichsregierung übernehmen sollte. Diese beginnt mit den Worten:

„Erste Aufgabe ist die Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts. Die Regierung selbst muss darauf bedacht sein, jede Willkür zu vermeiden, sie muss sich daher einer geordneten Kontrolle durch das Volk unterstellen.“

Die Ausstellung zeigt Biografi en von Widerständlern und ihren Angehörigen sowie anderen Personen aus dem heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz, die im Zusammenhang mit dem Attentats- und Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 Verfolgung erlitten. Porträtiert werden:

Maria Terwiel aus Boppard am Rhein

Mitglied der „Roten Kapelle“

Friedrich Erxleben aus Koblenz

Mitglied des „Solf-Kreises“

Adolf Reichwein aus Bad Ems

Mitglied des „Kreisauer Kreises“

Philipp Freiherr von Boeselager aus Kreuzberg an der Ahr

Mitverschwörer des „20. Juli 1944“

Adolf Friedrich Graf von Schack aus St. Goar

Mitverschwörer des 20. Juli 1944

Karl Sack aus (Bad Kreuznach-)Bosenheim

Mitverschwörer des 20. Juli 1944

Hermann Freiherr von Lüninck

Mitverschwörer des 20. Juli 1944

Lina Lindemann von Burg Namedy bei Andernach

„Sippenhäftling“

Sepp und Käthe Mohr aus (Neuwied-)Irlich

„Sippenhäftlinge“

Maria Detzel aus (Koblenz-)Güls

Opfer der „Aktion Gewitter“

Helene Rothländer aus Koblenz

Opfer der „Aktion Gewitter“

 

Zu dieser Ausstellung hat die Sparkasse Koblenz mit einem Flyer eingeladen.

Den Flyer HIER herunterladen

 

Presseerklärung des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. zur Eröffnung der Ausstellung:

„’Erste Aufgabe ist die Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts.’  Der 20. Juli 1944 und Widerständler aus dem heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz“

am Montag, 7. Juli 2014,

in der Geschäftsstelle der Sparkasse Koblenz  Schloss-Straße 51

 

Aus Anlass der 70. Wiederkehr des Attentats von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler am 20. Juli 1944 präsentiert der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. eine selbst erarbeitete Ausstellung mit Biografien von Widerständlern und anderen in diesem Zusammenhang verfolgten Personen aus dem heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz. Das Motto der Ausstellung ist der Erklärung einer Regierung Beck/Goerdeler entnommen, die nach dem Tod Hitlers vorübergehend die Geschäfte der Reichsregierung übernehmen sollte. Diese beginnt mit den Worten: „Erste Aufgabe ist die Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts. Die Regierung selbst muss darauf bedacht sein, jede Willkür zu vermeiden, sie muss sich daher einer geordneten Kontrolle durch das Volk unterstellen.“

 

Die Ausstellung zeigt Biografien von NS-Opfern aus dem hiesigen Raum, die im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 Verfolgung erlitten. Präsentiert werden die Schicksale von Widerständlern im Vorfeld des Attentats. Im Mittelpunkt stehen der am Attentatsversuch mit beteiligte Philipp Freiherr von Boeselager aus Kreuzberg an der Ahr und der am Umsturzversuch mitwirkende, in St. Goar geborene und aufgewachsene Adolf Friedrich Graf von Schack. Weiterhin werden „Sippenhäftlinge“ von Widerständlern porträtiert, wie die Ehefrau des Generals der Artillerie Fritz Lindemann, die auf Burg Namedy bei ihrer Schwester, die einen Prinzen von Hohenzollern geheiratet hatte, in Gestapohaft kam, wie auch die Eheleute Sepp und Käthe Mohr aus (Neuwied-)Irlich, „Sippenhäftlinge nach einem der Führer der christlichen Gewerkschaften Jakob Kaiser. Dargestellt wird auch das Schicksal von ehemaligen örtlichen Politikern, die im Rahmen der Aktion „Gewitter“ nach dem 20. Juli 1944 vorübergehend von der Gestapo in Haft waren.

 

Im Einzelnen werden porträtiert:

 

Maria Terwiel aus Boppard am Rhein (Mitglied der „Roten Kapelle)

 

Friedrich Erxleben aus Koblenz (Mitglied des „Solf-Kreises“)

 

Adolf Reichwein aus Bad Ems (Mitglied des „Kreisauer Kreises“)

 

Philipp Freiherr von Boeselager aus Kreuzberg an  der Ahr (Mitverschwörer des 20. Juli 1944)

 

Adolf Friedrich Graf von Schack  aus St. Goar (Mitverschwörer des 20. Juli 1944)

 

Karl Sack aus (Bad Kreuznach-)Bosenheim (Mitverschwörer des 20. Juli 1944)

 

Hermann Freiherr von Lüninck (Mitverschwörer des 20. Juli 1944)

 

Lina Lindemann von Burg Namedy bei Andernach („Sippenhäftling“)

 

Peter und Käthe Mohr aus (Neuwied-)Irlich („Sippenhäftlinge“)

 

Maria Detzel aus (Koblenz-)Güls (Opfer der „Aktion Gewitter“)

 

Helene Rothländer aus Koblenz (Opfer der „Aktion Gewitter“)

 

 

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, dem 7. Juli 2014, um 18.00 Uhr in der Geschäftsstelle der Sparkasse Koblenz, Schloss-Straße 51, in Koblenz. Anschließend ist sie zu den üblichen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle bis zum 25. Juli 2014 zu sehen. Teile der Ausstellung werden auch auf dem Rheinland-Pfalz-Tag vom 18. bis 20. Juli 2014 in Neuwied in der Ausstellung „Rheinland-Pfalz macht Geschichte“ in der ehemaligen Mennonitenkirche gezeigt.

 

Zur Ausstellung können Sie Artikel der Rhein-Zeitung lesen:

Rhein-Zeitung vom 07.Juli 2014 HIER lesen  ( Bitte im PDF-Viewer den Vollbildmodus oder Präsentationsmodus einschalten, sonst ist es nicht möglich die komplettem Seiten zu lesen)

Rhein-Zeitung vom 08.Juli 2014 HIER lesen

Aus der Region:

Presseartikel der Rhein-Hunsrück Zeitung HIER lesen

Presseartikel der Rhein-Hunsrück Zeitung vom 19. Juli 2014 HIER lesen

 

Einen Radio-Mitschnitt eines Interviews mit Joachim Hennig können Sie im Folgenden anhören ( bitte anklicken):


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitgliederversammlung des Fördervereins Mahnmal Koblenz 2014
 
Am 21. Mai 2014 fand die jährliche Mitgliederversammlung unseres Fördervereins statt. In seinem Rechenschaftsbericht blickte der Vorstand auf ein - vor allem durch die mehreren "Hacker-Angriffe" auf unsere Homepage - schwieriges, aber auch erfolgreiches Jahr zurück. Höhepunkt der Mitgliederversammlung war der Dank an die Spenden und Spender, die unser Vorsitzender Dr. Jürgen Schumacher anlässlich seines 75. Geburtstages für den Verein initiiert hat. Ihm und allen Spendern - auch von dieser Stelle - ganz herzlichen Dank für diese "Finanzspritze", die die weitere Gedenkarbeit maßgeblich mit fördern wird. Näheres zur Mitgliederversammlung entnehmen Sie bitte dem Artikel von "Wir von hier", einer Beilage zur Rhein-Zeitung, vom 7. Juli 2014.

Den Artikel HIER lesen

Einen Artikel von Blick aktuell - Ausgabe Koblenz - Nr. 24/2014 vom 14. Juni 2014 HIER lesen


 

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