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Liebe Besucherin, lieber Besucher,   

auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen über den Förderverein und über Opfer des Nationalsozialismus aus Koblenz und Umgebung. Damit will der Verein für seine Arbeit werben. Er hat sich laut Satzung zum Ziel gesetzt,
„den Gedanken des Mahnmals in Koblenz und Umgebung zu verbreiten“ sowie die „Verfolgung durch den Nationalsozialismus in Koblenz und Umgebung zu erforschen und zu dokumentieren“. In einem Dreischritt geht es darum, sich der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden, zu erinnern, ihnen weiterhin ein ehrendes Angedenken zu bewahren und uns alle angesichts der Geschichte des Nationalsozialismus und der Biografien dieser Opfer zu mahnen, dass sich diese Geschichte, Inhumanität, Willkür, dieser Terror und Völkermord nie wiederholt – weder unter uns noch unter unseren Kindern und Kindeskindern, weder hier bei uns noch anderswo auf der Welt.
 
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Zur Geschichte und zur Arbeit des Vereins

Der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen in Koblenz. Angeregt wurde die Initiative im Sommer 1996 von der Pfarrgemeinde St. Elisabeth. Im Mai 1997 wurde der Förderverein dann formell gegründet. Der Förderverein will die Erinnerung an die nationalsozialistische Verfolgung und an den Widerstand gegen das NS-Regime in Koblenz und Umgebung in ihrer ganzen Breite wach halten.
Ein wichtiges Ziel hat der Verein im Jahr 2001 erreicht: Auf seine Initiative hin und mit seiner Finanzierung wurde das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz auf dem Reichensperger Platz vor der ehemaligen Bezirksregierung Koblenz (heute: SGD Nord) errichtet.
Seitdem hat sich der Förderverein Mahnmal Koblenz verstärkt um die Dokumentation von Verfolgung und Widerstand in Koblenz und Umgebung bemüht und diese auch öffentlich gemacht. Ein wichtiges Ergebnis dieser Arbeit ist die Ausstellung „Opfer des Nationalsozialismus aus Koblenz und Umgebung“. Entstanden ist sie im Jahr 2003 aus einem regionalen Teil zu einer bundesweit gezeigten Wanderausstellung. Sodann wurde dieser regionale Teil zu einer eigenen Ausstellung verselbständigt und weiter ausgebaut. Sie umfasst zurzeit 60 Personentafeln. Diese Dauerausstellung wird im Medienladen im Kurt-Esser-Haus, Markenbildchenweg 38 (Nähe Hauptbahnhof, am Busbahnhof) gezeigt.
Erarbeitet wurde und wird die Ausstellung von dem stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Mahnmal Koblenz Joachim Hennig. Ihre Schirmherrin ist Frau Gunhild Schulte-Wissermann. Einzelne Ausstellungstafeln sind ausleihbar. Teile der Ausstellung betreffend das Frauenstraflager Flussbach bei Wittlich und die Burg Stahleck (oberhalb von Bacharach) wurden inzwischen der Gemeinde Flussbach und der Jugendherberge auf der Burg Stahleck  übergeben. Sie sind dort dem interessierten Publikum zugänglich.

In der jüngsten Zeit hat sich der Förderverein Mahnmal Koblenz einer ganz neuen Herausforderung gestellt. Im Hinblick darauf, dass in Kürze auch die letzten Opfer des Nationalsozialismus als Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen, bemüht sich der Verein um eine filmische Dokumentation ihrer Lebensgeschichte. Die ersten Dokumentationen, ein Zeitzeugengespräch mit Dr. Heinz Kahn, "Wenn Berge reden könnten - Die Tunnelanlagen von Dernau" und "Mittendrin und doch am Rande der Gesellschaft: Der Arbeiterpriester Clemens Alzer" können als DVD-Video beim Förderverein Mahnmal erworben werden. Weiterfürende Informationen finden Sie HIER

Nach dem großen Erfolg des Buches "Daweli Reinhardt/Joachim Hennig: "Hundert Jahre Musik der Reinhardts - Daweli erzählt sein Leben" ist die Biografie über den Koblenzer Sinto und "Chef" der Familie Reinhardt in Koblenz in 2., um ein ausführliches Nachwort ergänzter Auflage erschienen. Es kann ebenfalls beim Förderverein erworben werden.
Im Jahr 2007 beging der Verein sein 10jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass zeigte er mit großem Erfolg seine Ausstellung: "Wir können nur vorwärts, denn hinter uns ist der Tod“ zum 27. Januar 2007 im Landtag von Rheinland-Pfalz in Mainz. Diese Ausstellung präsentierte er dann auch im September 2007 in der Florinskirche in Koblenz.
Im August 2008 wurde der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Joachim Hennig, für seine Gedenkarbeit mit dem Kulturpreis der Stadt Koblenz ausgezeichnet. Dies ist auch eine Anerkennung für die Arbeit des Fördervereins Mahnmal Koblenz.
Aus Anlass der 70. Wiederkehr der Novemberpogrome von 1938 gelang es unter tatkräftiger Mitarbeit des Fördervereins und unter Federführung des Kirchenkreises Koblenz  erstmals, dass alle in der Gedenkarbeit in Koblenz tätigen Initiativen ein gemeinsames Programm erarbeiteten und Interessierten anboten. Der Förderverein zeigte dabei in Kooperation mit dem Oberlandesgericht Koblenz eine Doppelausstellung mit Bildern von Teofila Reich-Ranicki aus dem Warschauer Ghetto und Biografien von jüdischen NS-Opfern aus  Koblenz und Umgebung.
Ein vorläufiger Höhepunkt der Gedenkarbeit in Koblenz war die Präsentation des "Zuges der Erinnerung" Anfang März 2009. Vom 6. bis 8. März sahen mehr als 6.000 Besucher diesen Gedenkzug zur Erinnerung an die Deportation von Kindern und Jugendlichen aus dem gesamten Reich und aus Europa. Im regionalen Teil präsentierte der Förderverein die Schicksale von 16 Kindern und Jugendlichen aus Koblenz und Umgebung, die Opfer des Nationalsozialismus geworden waren. 
Der Förderverein Mahnmal Koblenz ist aktiv in der Landesarbeitsgemeinschaft  der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Joachim Hennig, ist Mitglied des Fachbeirats Gedenkarbeit des Landes Rheinland-Pfalz. 
Der Förderverein Mahnmal Koblenz ist als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Neue Mitglieder, die die Arbeit des Vereins unterstützen wollen, sind sehr willkommen
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Die amtierenden Mitglieder des Vorstandes sind:

  • Dr. Frank Tiedemann, Vorsitzender
  • Heribert Heinrich, MdL, stellvertretender Vorsitzender
  • Joachim Hennig, stellvertretender Vorsitzender
  • Eberhard Pförtner, Protokollführer
  • Alexander Wolff, Schatzmeister
  • Bodo Zielinski, Beisitzer
  • Dr. Georg Lilienthal, Beisitzer