Vom Förderverein Mahnmal Koblenz erarbeitete Medien

Der Förderverein Mahnmal Koblenz ist das ganze Jahr über aktiv mit der einen oder anderen Ausstellung, Vorträgen und vor allem im Internet mit seiner Homepage. Darüber hinaus hat der Förderverein eine umfangreiche Dauerausstellung, Schriften und "elektronische" Medien produziert, die wir Ihnen auf dieser Seite vorstellen und anbieten möchten.

 

1. Ausstellung

Die Ausstellung des Fördervereins über Opfer des Nationalsozialismus aus Koblenz und Umgebung umfasst derzeit 105 Personentafeln.(Stand März 2014) Siehe hierzu den Button Dauerausstellung dieser Webseite. Diese Ausstellung kann in Teilen nach eigenen Vorstellungen ausgeliehen werden. Es bietet sich an, diese Tafeln zu einzelnen Themenbereichen zusammenzustellen. Solche Themenbereiche sind: "Wir können nur vorwärts..." - "Verfolgung aus rassischen Gründen" - "Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Koblenzer Raum" ...
Vorhandene Themenbereiche finden unter dem Button "Dauerausstellung". Der Förderverein erwartet von dem Entleiher grundsätzlich die Zahlung einer im Einzelfall zu vereinbarenden Leihgebühr.

Ansprechpartner für die Ausleihe der Tafeln ist der stellvertretende Vorsitzende Joachim Hennig, erreichbar unter der E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Die Ausleihe ist nicht zwingend an eine Gebühr gebunden, doch ist eine kleine Spende nach den Möglichkeiten des Entleihers sehr erwünscht.

 

2. Buch

Der Förderverein bietet außerdem von seinem stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig (mit-)verfasste Publikationen an.:

 

Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Joachim Hennig hat nach Interviews eine (Auto-)Biografie des Koblenzer Sintos Daweli ("Alfons") Reinhardt verfasst.
Diese Biografie kann im Buchhandel oder auch beim Förderverein bezogen werden. Das Buch ist inzwischen in der 3. Auflage (2012) erschienen:
Daweli Reinhardt / Joachim Hennig
Hundert Jahre Musik der Reinhardts
Daweli erzählt sein Leben

3. (ergänzte) Auflage, Koblenz (Verlag Fölbach) 2012, 116 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN: 978-3-934795-24-2
 
Inhalt:
Daweli Reinhardt, Jahrgang 1932, erzählt aus seinem Leben und dem Leben seiner Familie, von den Schrecken des Konzentrationslagers, aber auch davon, wie man danach ein würdevolles Dasein führen kann. Entstanden ist der Einblick in ein vielseitiges Musiker-, aber auch Familienleben, das uns Respekt abverlangen muss.
In der 1. Auflage hat das Buch 5 Rezensionen erfahren. Neben der Rhein-Zeitung wurde es rezensiert von Dr. Alfons Waschbüsch im "Paulinus" ("Ein Buch gegen das Vergessen"), von Frau Dr. Ursula Krause-Schmidt in der Publikation des Studienkreises Deutscher Widerstand "Informationen" ("Aus dieser Herkunft und Tradition beziehen wir unsere Kraft"), von Frau Dr. Susanne Römer in der "Mahnung", dem Zentralorgan demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgten-Organisationen, von Frau Dr. M. Theis-Scholz im "Gemeinsamen Amtsblatt des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums" sowie in dem monatlichen online-Magazin für Klassische Musik "Die Tonkunst".
In der "Tonkunst" heißt es als Resümee: "Daweli macht dem Titel des Buches 'Daweli erzählt sein Leben' alle Ehre. Fast hat man nach der Lektüre das Gefühl, als habe er persönlich bei einem gesessen und seine Geschichte erzählt. Das liegt nicht zuletzt an der sehr authentischen und natürlichen Sprache, in der er in Zusammenarbeit mit Joachim Hennig seine Erfahrungen schildert." - Und im Amtsblatt hat Frau Theis-Scholz geschrieben: "Gezeichnet wird darin das Porträt eines Mitbürgers, der zum Außenseiter der Gesellschaft etikettiert wurde, weil seine Lebensweise und die Kultur der Sinti in der ideologischen Sichtweise der nationalsozialistisch geprägten Gesellschaft auf Unverständnis und völlige Ablehnung stießen. (...) Das Buch bietet damit eine wichtige Informationshilfe und wertvolle Lektüre für Schulleitungen und Geschichts-, Sozialkunde- und Philosophielehrer aller Schularten, um die als gemeinsam zu betrachtende Aufgabe der Vermittlung von Sozialkompetenz von Schülerinnen und Schülern anzugehen, die in hohem Maße in der Problemsensibilisierung im Umgang mit gesellschaftlichen Randgruppen erkennbar wird und sich in Achtung und Toleranz von kulturellen Eigenheiten äußert."

 

3. DVDs

Der Förderverein Mahnmal Koblenz hat inzwischen fünf DVDs erarbeitet und kann anbieten:

 

Zeitzeugengespräch mit Dr. Heinz Kahn
Diese erste DVD des Fö
rdervereins dokumentiert ein Zeitzeugengespräch mit dem langjährigen Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde von Koblenz, Dr. Heinz Kahn. Es wurde im Januar 2005 in der Sparkasse von Koblenz aufgezeichnet und durch zahlreiche private Fotos ergänzt. Der im Februar 2014 91-jährig verstorbene Heinz Kahn war in Koblenz und weit darüber hinaus eine Symbolfigur für das Überleben und den Widerstand gegen den Holocaust. Kahn überlebte als einziger seiner Familie die Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Nach der Befreiung setzte er seine Ausbildung fort, machte Abitur, studierte Veterinärmedizin, wurde approbierter Tierarzt und ließ sich 1954 in Polch bei Koblenz nieder. In den letzten Jahren stellte er sich immer wieder als Zeitzeuge zur Verfügung. Für sein vielfältiges Engagement erhielt er zahlreiche Ehrungen. Die DVD hält die Erinnerung an einen wichtigen Rheinland-Pfälzer jüdischer Herkunft wach. 

     
 



Wenn Berge reden könnten.
Die Tunnelanlagen von Dernau.

Diese DVD begibt sich auf Spurensuche. Ausgehend von dem bis vor einigen Jahren dort bestehenden Regierungsbunker spürt sie dem zuvor in den Tunnelanlagen eingerichteten "KZ Rebstock" an der Ahr bei Dernau /Marien- thal, unweit des Rotweinwanderweges, nach. Dabei begleitet der Film den ehemaligen französischen Widerstandskämpfer und Häftling des KZ Buchen- walds Roger Detournay nach Dernau. Er kehrt nach 60 Jahren an den Ort zurück, wo er Sklavenarbeit für den Bau der V 2 verrichten musste.

 

 

     

 

 

Mittendrin und doch am Rande der Gesellschaft: Der Arbeiterpriester Clemens Alzer.

Diese DVD würdigt Leben und Engagement des Koblenzer Arbeiterpriesters. Seit Anfang der 1970er Jahre lebte Alzer mit und unter den Koblenzer Sinti und teilte ihr karges Leben auf dem "Platz". Er war ihr "Raschai" (Priester), Helfer und Freund in vielen Lebenslagen. Alzers Engagement ist es zu verdanken, dass die Sinti in menschenwürdige Häuser einziehen konnten und sich weitgehend in die Koblenzer Gesellschaft integrierten. Noch heute betreut er die Sinti und andere am Rande stehende Menschen seelsorgerisch und in ihren sozialen Belangen.

     

 

Werner Appel – Jüdisches Leben und Überleben in Koblenz
1933 – 1945

Seit einigen Jahren stellt sich Herr Werner Appel als Zeitzeuge zur Verfügung und erzählt vor Schulklassen und bei verschiedenen Anlässen wie dem „Zug der Erinnerung“ und bei Tagungen aus seinem Leben. Hautnah berichtet er über seine Verfolgung als Koblenzer „Halbjude“ und die seiner Familie. Um dieses eindrucksvolle Schicksal einem noch größeren Zuschauerkreis zu präsentieren, ist dieser Film entstanden. In ihm führt Werner Appel sechs Schülerinnen an die Stätten seiner Kindheit und Jugend in Koblenz. Der Film ist ein plastisches Dokument vom Leben und Überleben eines jüdischen Jungen im Koblenz des NS-Terrors. Es ist auch eine Erinnerung an Werner Appels „stille Helfer“ in Koblenz, vor allem an den Schausteller Theo Erhardt.

     

„Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit – das war sein Vermächtnis“  
Der Koblenzer Armeeoberpfarrer und Widerständler 
Prof. Dr. Friedrich Erxleben (1883 – 1955)

Der Film erzählt die außerordentliche Familien- und Lebensgeschichte des in Koblenz geborenen und aufgewachsenen Priesters, Künstlers, Geleht und Professor in Großstädten Europas sowie Oratoriensänger und Violinvirtuose. In Berlin hielt er Freundschaft zu zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, u.a. zu Theodor Heuss und Carl Zuckmayer. Von Zuckmayer stammt auch das Motto des Films, mit dem dieser von seinem Freund „Petrus“ in seiner Autobiografie „Als wär’s ein Stück von mir“ erzählt. In den 1930er Jahren gehörte Erxleben zum Solf-Kreis, einer Teegesellschaft, in der über Kunst, Kultur und Politik diskutiert wurde, und die Juden und politisch Verfolgten beim Überleben half. Im Mai 1944 wurde er verhaftet, kam ins Konzentrationslager und in Gefängnisse. Bevor ihn der Volksgerichtshof wegen „Wehrkraftzersetzung“ verurteilen konnte, war der Krieg zu Ende. Erxleben kehrte an Rhein und Mosel zurück und wurde Gemeindepfarrer in Müden/Mosel, Es waren die glücklichsten Jahre seines sehr wechselvollen Lebens. Friedrich Erxleben starb 1955 im Ruhestand in Linz/Rhein.

 
Hinweis für Schulen: Schulen können die DVD beim Landesfilmdienst in Koblenz (Medienladen) kostenlos ausleihen.

Interessierte wenden sich bitte an die unten genannte Kontaktadresse.


Kontakt zum Förderverein Mahnmal Koblenz

-siehe (Button) Impressum-

Interessierte an den oben gen. Publikationen ( Konditionen, Preislisten etc.) bevorzugen bitte Email an Joachim Hennig : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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